Die 1976 in Mödling bei Wien geborene Niederösterreicherin Margit Pollheimer ist die zweite Preisträgerin des „ORF-Greinecker Preises für Zivilcourage 2010“ und Geschäftsführerin des Vereins „Don Bosco Flüchtlingswerk Austria – Recht auf Zukunft für junge Menschen“, der sich für die Betreuung und Integration unbegleiteter, minderjähriger Flüchtlinge sowie junger Erwachsener in Österreich einsetzt. Pollheimer engagierte sich bereits sehr früh für dieses Anliegen und sammelte viele Erfahrungen in zahlreichen entwicklungspolitisch gewichteten Auslandsaufenthalten. So betreute sie bereits nach der Matura Straßenkinder in Ecuador und arbeitete mehrmals mit Jugendlichen in Tijuana, Mexiko, jeweils in Zusammenarbeit mit den Salesianern Don Boscos. Diese Erfahrungen waren auch Gegenstand ihrer Diplomarbeit, die unter dem Titel „Aufwachsen an der Grenze zweier Welten“ auch in Buchform erschienen ist. Laudatorin Sissy Mayerhoffer: „Doch auch in Österreich leben junge Menschen, insbesondere Flüchtlinge und Asylwerber, an der Grenze zweier Welten‘. Viele sind auf sich allein gestellt und ihrer Hoffnungen auf eine bessere Zukunft lassen sich ohne Hilfe von außen nicht erfüllen.“
Der jungen Ethnologin und Pädagogin Pollheimer ist es auch ein besonderes Anliegen in ihrer Arbeit den Kindern und Jugendlichen aus „verschiedenen Welten“ einen Schulabschluss bzw. eine entsprechende Ausbildung zu ermöglichen und sie soweit wie möglich zu integrieren, was unter anderem auch über sportliche Aktivitäten erfolgreich ermöglicht wird. Mit den Projekten „Tobias“, „Abraham“ und „Moses“ des Don Bosco Flüchtlingswerkes gibt es mittlerweile drei Projekte in Wien, Niederösterreich und im Burgenland, die sich dieser Aufgabe widmen.
Mayerhoffer abschließend: „Ich wünsche Ihnen weiterhin noch viel Erfolg in Ihrer so wichtigen Arbeit und dass es ihnen gelingt, möglichst vielen jungen Menschen ,ihre positive Sicht der Zukunft‘ zu erhalten und sie auf einen erfolgreichen Lebensweg zu bringen und dabei ein Stück weit zu begleiten und zu unterstützen – oder, um es mit dem Leitspruch Don Boscos zu sagen: dazu ,beitragen, damit das Leben junger Menschen gelingt‘“.
Pollheimer freute sich in ihren Dankesworten über die Auszeichnung und darüber, „dass der ORF uns damit die Möglichkeit gibt, mit unserer Arbeit mehr Öffentlichkeit zu gewinnen und damit auch mehr Unterstützung zu finden, denn wir sind nicht nur auf Spenden, sondern auch auf die Mitarbeit vieler freiwilligen und ehrenamtlicher Helfer/innen angewiesen.“