... beitragen, damit das Leben junger Menschen gelingt. 
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© klaus pollheimer, orf, don bosco

Ein Beitrag über Margit Pollheimer wird am Mittwoch, dem 23. Juni, in der „Sommerzeit“, ab 17.40 Uhr in ORF 2, ausgestrahlt.

Beitrag | 16.6.2010

Flüchtlingswerk: Preis für Zivilcourage

Margit Pollheimer vom Don Bosco Flüchtlingswerk erhielt am Dienstag, dem 15. Juni 2010 den ORF-Greinecker Preis für Zivilcourage.

„Die wirkliche Auszeichnung besteht in der Würdigung des gesellschaftlichen Engagements, die dieser Preis ausdrücken soll“, sagte Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian Broadcasting, die gemeinsam mit ORF-Publikumsrat Gerhard Tötschinger – die diesjährigen Ehrungen im ORF-Zentrum vornahm. Mayerhoffer: „Der ORF setzt damit seit 23 Jahren ein Zeichen für gelebtes Miteinander und ich freue mich ganz besonders, dass heuer gleich zwei Frauen für ihr außergewöhnliches, zivilgesellschaftliches Engagement ausgezeichnet werden. Erstmals in der Geschichte dieses Preises mit Klaudia Karoliny eine Frau, die mit einer Behinderung geboren wurde und mit Margit Pollheimer die jüngste Greinecker-Preisträgerin bisher.“

 

Die feierliche Vergabe der diesjährigen Preise fand vor rund 90 Personen im ORF-Atrium am Küniglberg statt. Unter den Gratulanten waren Verwandte und Freunde von Margit Pollheimer und die Don Bosco Familie: Salesianer, Don Bosco Schwestern, Burschen aus dem Flüchtlingswerk und Vertreter der Don Bosco Partnerorganisation Jugend Eine Welt: Provinzialin Sr. Maria Maxwald, Provinzial P. Rudolf Osanger und Jugend Eine Welt Geschäftsführer Reinhard Heiserer. Flüchtlingswerk-Vorsitzender P. Bernhard Vondrasek erklärte: "Margit begegnet den ihr Anvertrauten mit einer großen menschlichen Nähe. Mit Ausdauer, Veratnwortungsbewusststein und Kreativität arbeitet sie konsequent an der Weiterentwicklung unserer Projekte."

 

Recht auf Zukunft für junge Menschen

Die 1976 in Mödling bei Wien geborene Niederösterreicherin Margit Pollheimer ist die zweite Preisträgerin des „ORF-Greinecker Preises für Zivilcourage 2010“ und Geschäftsführerin des Vereins „Don Bosco Flüchtlingswerk Austria – Recht auf Zukunft für junge Menschen“, der sich für die Betreuung und Integration unbegleiteter, minderjähriger Flüchtlinge sowie junger Erwachsener in Österreich einsetzt. Pollheimer engagierte sich bereits sehr früh für dieses Anliegen und sammelte viele Erfahrungen in zahlreichen entwicklungspolitisch gewichteten Auslandsaufenthalten. So betreute sie bereits nach der Matura Straßenkinder in Ecuador und arbeitete mehrmals mit Jugendlichen in Tijuana, Mexiko, jeweils in Zusammenarbeit mit den Salesianern Don Boscos. Diese Erfahrungen waren auch Gegenstand ihrer Diplomarbeit, die unter dem Titel „Aufwachsen an der Grenze zweier Welten“ auch in Buchform erschienen ist. Laudatorin Sissy Mayerhoffer: „Doch auch in Österreich leben junge Menschen, insbesondere Flüchtlinge und Asylwerber, an der Grenze zweier Welten‘. Viele sind auf sich allein gestellt und ihrer Hoffnungen auf eine bessere Zukunft lassen sich ohne Hilfe von außen nicht erfüllen.“

Der jungen Ethnologin und Pädagogin Pollheimer ist es auch ein besonderes Anliegen in ihrer Arbeit den Kindern und Jugendlichen aus „verschiedenen Welten“ einen Schulabschluss bzw. eine entsprechende Ausbildung zu ermöglichen und sie soweit wie möglich zu integrieren, was unter anderem auch über sportliche Aktivitäten erfolgreich ermöglicht wird. Mit den Projekten „Tobias“, „Abraham“ und „Moses“ des Don Bosco Flüchtlingswerkes gibt es mittlerweile drei Projekte in Wien, Niederösterreich und im Burgenland, die sich dieser Aufgabe widmen.

Mayerhoffer abschließend: „Ich wünsche Ihnen weiterhin noch viel Erfolg in Ihrer so wichtigen Arbeit und dass es ihnen gelingt, möglichst vielen jungen Menschen ,ihre positive Sicht der Zukunft‘ zu erhalten und sie auf einen erfolgreichen Lebensweg zu bringen und dabei ein Stück weit zu begleiten und zu unterstützen – oder, um es mit dem Leitspruch Don Boscos zu sagen: dazu ,beitragen, damit das Leben junger Menschen gelingt‘“.

 

Pollheimer freute sich in ihren Dankesworten über die Auszeichnung und darüber, „dass der ORF uns damit die Möglichkeit gibt, mit unserer Arbeit mehr Öffentlichkeit zu gewinnen und damit auch mehr Unterstützung zu finden, denn wir sind nicht nur auf Spenden, sondern auch auf die Mitarbeit vieler freiwilligen und ehrenamtlicher Helfer/innen angewiesen.“

 

Hintergrund: ORF-Greinecker Preis

Der ORF-Greinecker Preis ist benannt nach dem 1997 verstorbenen Wiener Fritz Greinecker, der diesen Preis 1985 für „Menschen, die durch ihr Leben und Wirken Vorbild geworden sind“ initiiert hat und der vom ORF im Rahmen einer Stiftung verwaltet wird. Geehrt werden seither Persönlichkeiten, die sich im Sinne des Stifters durch „gelebte Solidarität auszeichnen bzw. für vorbildliche, nachhaltige und gesellschaftsverbindende Projekte“ einsetzen. Der „ORF-Greinecker Preis 2010“ ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert, die zu gleichen Teilen auf die beiden Preisträgerinnen aufgeteilt werden.

 

 


(christine kaiser/orf/red)
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