
60 Jahre - und auf einmal leise
Eigentlich wollte man heuer das 60 jährige Bestehen des Jugendzentrums „JA Don Bosco“ mit Pauken und Trompeten feiern.
Nun wird es wahrscheinlich zum traurigen Zusperrfest.
60 Jahre lang war Niederösterreichs ältestes Jugendzentrum ein zentraler Ort der Begegnung, Bewegung mit Spiel, Spaß und Freude für Generationen von Amstettener Kindern und Jugendlichen auf salesianischem Grund hinter der Herzjesu-Kirche. Betrieben vom Don Bosco Sozialwerk, ist es ein beliebtes, nicht-kommerzielles Refugium, das wesentlich zu gelingender Integration in der Stadt im Mostviertel beitrug und mit großer Kompetenz und Engagement vom pädagogischen und sozialarbeiterischen Team geführt wurde und - noch - wird.
Doch damit soll nun Schluss sein. Völlig überraschend streicht das Land seinen bisherigen jährlichen Zuschuss, sodass ein weiterer Betrieb unmöglich wird.
Für Amstettens Vizebürgermeister ist die Streichung der Landförderung „viel zu kurz gedacht, weil das später viel mehr Geld kostet“. Seit Jahrzehnten werde im Don Bosco-Heim hervorragende Jugend-, Integrations- und Sozialarbeit erbracht, so Riegler.
„In Zeiten der Knappheit müssten neue Prioritäten gesetzt werden. Wenn man aber das bisherige wenige Geld für die direkte Arbeit mit den Kindern nun auch noch wegnimmt, ist das nichts anderes, als ein Schuss ins eigene Knie.
Ich sorge mich um die Zukunft des Landes, wenn das Land der Jugend die Zukunft nimmt.“, zeigt sich Don Bosco Sozialwerk-Geschäftsführerin Regina Schmid entsetzt - aber nicht sprachlos.
Text + Bild: Don Bosco Sozialwerk

