
Olympia: Langjähriger Seelsorger fiebert mit - wegen Medaillen und Verletzungen
Vor den am 6. Februar Unserbeginnenden Olympischen Winterspielen in Mailan und Cortina d'Ampezzo teilt der Amstettner Salesianerpater Bernhard Maier seine Vorfreude mit Millionen Österreicher und mit den Sportlern. Pater Bernhard war von 1984 bis 2012 für die österreichische Olympia-Seelsorge zuständig. Er fiebert noch immer mit den Athleten mit: „Es gibt einen Druck, Erfolg zu haben. Oft sind die Teilnehmenden nicht zu hundert Prozent fit, was die Verletzungsgefahr erhöht.“
Problematisch empfindet er die weiter zunehmende Kommerzialisierung und dadurch den großen Leistungsdruck. Trotz mancher Sorgen um Verletzungen ist er jeder und jedem eine Medaille vergönnt, der das Leben positiv verändern könne: "Denn dafür haben sie praktisch ihr Leben lang hart gearbeitet. Sie haben eine Lebensschule durch den Sport durchgemacht und sind auch beruflich sehr erfolgreich." Bei der Verabschiedung des österreichischen Olympia-Teams konnte Pater Bernhard Maier die Wintersportler kennenlernen und er würdigt sie als sehr sympathisch und als tolle Persönlichkeiten. Er drückt den Sportlern die Daumen. „Geht mit Selbstver�trauen, Freude am Sport und Gottes Segen an den Start“, wünscht Bernhard Maier.
Der frühere „Olympia-Kaplan“ hätte noch einen Wunsch: Dass die Spiele als Plattform des Friedens genutzt werden: Wo Sportlerinnen und Sportler verfeindeter Länder die Hände schütteln und einander begegnen: „Das wäre die Vision von Olympia – zum Frieden beizutragen: Im Kleinen oder vielleicht sogar im Großen.“

