
Erzbischof Lackner bereicherte unser Don Bosco-Fest 2026
Erzbischof Lackner erinnerte in seiner lebendigen Predigt an seine eigene „salesianische Vergangenheit“. "Die göttliche Güte hat in der saleisanischen Familie ihre Strahlkraft erhalten“, so der Salzburger Bischof. Im Rahmen seiner vorpriesterlichen Ausbildung im Aufbaugymnasium in Horn lernte er deren Spiritualität kennen, geprägt hätten ihn vor fast 50 Jahren dort auch Salesianer-Priester, die jetzt n Amstetten wirken. Die salesianische Pädagogik baue auf „existenzielle Eigendynamik“, das habe er in Rollen im Theaterspiel kennengelernt. Er habe gelernt: Nicht Experten, nicht Alleskönner tragen unsere Glaubenslast, sondern das Kleine und klein Gebliebene in uns. Lackner erzählte weiters in Bezug auf das Evangelium, dass er einmal ein Kind gefragt hat, warum Jesus Kindern so viel Bedeutung zugemessen habe? „Was habt Ihr, was wir Großen nicht haben?“ Da sagte dieses kleine Mädchen: „Wir haben Fantasie!“ Der Vorsitzende der Bischofskonferenz – der sich dem Franziskaner-Orden angeschlossen hat - würdigte dahingehend auch den Salesianer-Orden: „Die salesianische Spiritualität hat auch Fantasie. Ich habe es auch erfahren und bezeuge es!“
Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Gruppe Don Bosco Friends, anschließend wurde zum Pfarrcafé geladen, bei dem auch Don Bosco Burger kredenzt wurden. Danach war der Erzbischof mit den Salesianer-Patres im Gasthaus Zarl in Preinsbach zu Gast.
Johannes Bosco, besser bekannt als Don Bosco (1815–1888), war ein italienischer Priester, Erzieher und Sozialpionier, der sein Leben der Fürsorge für benachteiligte Kinder und Jugendliche widmete.
Hier ist eine kurze Biografie:
- Frühes Leben: Johannes Bosco wurde am 16. August 1815 in Becchi, einem kleinen Ort bei Turin, in eine arme Bauernfamilie geboren. Sein Vater starb früh, und er wuchs unter schwierigen Bedingungen auf, schaffte es aber, Priester zu werden.
- Arbeit mit Jugendlichen: Im Turin des Industriezeitalters sah er das Elend vieler junger Menschen, die auf der Suche nach Arbeit in die Stadt zogen, aber oft auf der Straße oder im Gefängnis landeten. Ihnen zu helfen, wurde sein Lebenswerk.
- Pädagogik: Don Bosco entwickelte eine revolutionäre Erziehungsmethode, die auf Liebenswürdigkeit, Einsicht, Glaube und Prävention statt auf strenge Strafen setzte. Er war überzeugt, dass in jedem jungen Menschen ein guter Kern steckt.
- Gründungen: Um den Jugendlichen zu helfen, gründete er sogenannte "Oratorien" – Orte der Freizeitgestaltung, des Lernens und der religiösen Unterweisung. Später folgten Heime, Schulen und Ausbildungszentren.
- Salesianer Don Boscos: 1859 gründete er die "Gesellschaft des Heiligen Franz von Sales", besser bekannt als die Salesianer Don Boscos, um seine Mission fortzuführen und auszuweiten. Die Organisation ist heute in über 130 Ländern weltweit tätig.
- Tod und Heiligsprechung: Don Bosco starb am 31. Januar 1888 in Turin und wurde 1934 heiliggesprochen.
Sein Motto war: "Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen!" Er gilt als Vater und Lehrer der Jugend und als Schutzpatron der Jugend.

