Zwei heilige Päpste und Don Bosco

Johannes XXIII. und Johannes Paul II. hatten viele Berührungspunkte mit Don Bosco und den Salesianern.

Am Sonntag, dem 27. April 2014 wurden zwei Päpste heilig gesprochen, die viele Berührungspunkte mit Don Bosco und den Salesianern hatten. Bei der Heiligsprechung übernahm übrigens auch ein Salesianer eine wichtige Aufgabe: Wie es das Ritual vorsieht, bat der zuständige Kurienkardinal Angelo Amato SDB den Papst dreimal, bevor dieser seine beiden Vorgänger Johannes Paul II. und Johannes XXIII. offiziell zu Heiligen erklärte.

Karol betete bei den Salesianern
Der spätere Papst Johannes Paul II. besuchte als Jugendlicher in der Krakauer Don Bosco Pfarre die St. Stanislaus Kirche, wo der junge Karol Wojtila in der Kapelle „Maria Hilfe der Christen“ betete. Während seines Pontifikats drückte Johannes Paul II. oft seine Nähe zur Don Bosco Familie aus: So feierte er den Festgottesdienst zum 100. Todestag Don Boscos in Turin, wo er Laura Vicuna heilig sprach. Außerdem besuchte der Papst den Heimatort am Colle Don Bosco. 1989 erklärte Johannes Paul II. Don Bosco zum Vater und Lehrer der Jugend.

Johannes Paul II. war von Don Boscos Erziehungssystem überzeugt und bewunderte die oratorianischen Prinzipien, dessen Offenheit für die Zusammenarbeit mit Laien und Frauen, seine Hingabe für die Jüngsten, die Armen und die Arbeiter. Im Besonderen mochte er die starke Verehrung Don Boscos für die Gottesmutter als Helferin der Kirche in schwierigen Zeiten.

Vorbild für Johannes XXIII.
Johannes XXIII. las schon als Kind Bücher von Don Bosco, während seine Eltern Abonnenten des Bollettino Salesiano (in Österreich heute DON BOSCO magazin) waren.

Während seines Lebens und seines Pontifikats zeigte er immer eine große Liebe zu Don Bosco und den Salesianern. Er bewunderte ihre weltweite Ausbreitung. Er sprach von Don Bosco „als Sohn seiner Mutter Mama Margareta, in dem Gottes Gnade eine einfache, aber gute Natur grundgelegt hat, die zu großen Taten angeregt hat und bis heute die Menschen fasziniert.“

In einer Rede zu den Salesianischen Mitarbeitern 1962 deckte der Papst den Zauber auf, den Don Bosco für ihn immer gehabt hatte: „Don Bosco weckte in mir einen solchen Enthusiasmus, dass ich im Alter von 14 Jahren beschloss, Priester zu werden, um seinem Beispiel zu folgen.“

Papst Franziskus ist Don Bosco Schüler
Übrigens, auch Papst Franziskus kennt die Salesianer seit seiner Kindheit, als er als 12-Jähriger ein Jahr in einer Don Bosco Schule verbrachte. Vergangenen Monat hat er die Salesianer beim 27. Generalkapitel im Vatikan empfangen. Der Generalobere, Don Ángel Fernández Artime SDB, kennt den Heiligen Vater aus der Zusammenarbeit in Argentinien. Und der Lieblingsfußballklub des Papstes wurde von Salesianerpriester Lorenzo Massa gegründet: San Lorenzo in Buenos Aires.

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