Wie geht es der Familie?

Die Tagung der Don Bosco Familie zum Jahresleitgedanken 2017: „Wir sind eine Familie“
Schwester Maria Maul: Der Jahresleitgedanke als Geschenk

Ein ganzer Studientag stand am Samstag, dem 21. Jänner im Zeichen der Familie, zu dem 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Österreich kamen. Anlass war der diesjährige Jahresleitgedanke der Don Bosco Familie, zu dem der Generalobere der Salesianer, Don Ángel Artime eingeladen hat (Don Bosco mittendrin berichtete in der letzten Ausgabe). Organisiert vom Don Bosco Bildungsforum unter der Leitung von Lana Ivanjek und mit tatkräftiger Hilfe der Gemeinschaft in Linz Don Bosco, wurde eine intensive Tagung vorbereitet.

Unter den Gästen waren die beiden emeritierten Salesianerbischöfe Alois Kothgasser und Ludwig Schwarz. Mit dabei waren außerdem Schwester Maria Maul, Leiterin der deutschsprachigen Provinz der Don Bosco Schwestern, Provinzial Pater Petrus Obermüller, Christiane Liebl, Provinzkoordinatorin der Salesianischen Mitarbeiter, und Karl Peraus, Präsident der Ehemaligen Don Boscos.

Zum Inhalt
Der designierte Provinzial der deutschen Salesianergemeinschaft und Leiter des Instituts für Salesianische Spiritualität, Pater Reinhard Gesing, stellte den Jahresleitgedanken inhaltlich vor. Vom Jugendpastoralinstitut in Benediktbeuern kam dessen Leiter Professor Martin Lechner. Der Pastoraltheologe erläuterte Zahlen und Fakten zur Situation der Familie in Österreich. Einige interessante Ergebnisse: Heute wird Familie in der Gesellschaft als unterstützendes, privates soziales Netz gesehen, wo vor 50 Jahren einfach das normierte Modell „Mann-Frau-Kind/er“ als Familie gesehen wurde.

Einerseits sind Ehe und Familie bis heute bei dem weitaus größten Teil der Bevölkerung die normale Form ihrer Lebensgestaltung, auch wenn sie diese Lebensform erst viel später anstreben als dies früher der Fall war. Zugleich steigt der Anteil jener, der andere Formen des Zusammenlebens präferieren, zumal diese heute weithin gesellschaftlich akzeptiert werden. Dennoch gilt: Partnerschaft und Elternschaft sind weiterhin wichtig. Allerdings hat die le Ehe – noch dazu die lebenslange – als institutioneller Rahmen für eine Paarbeziehung an Kraft verloren. Wohl ist sie noch die am häufigsten gewählte Form des Zusammenlebens, aber keineswegs mehr die gesellschaftlich allein legitimierte Form.

Zum Austausch
In den Workshops am Nachmittag wurden die Themen vertieft. Pater Gesing diskutierte über „Familiarität als Schlüsselwort des Salesianischen Geistes – auch heute noch?“ Bei Carina Baumgartner von der Salesianischen Jugendbewegung wurde unter dem Motto „We are Family“ viel gespielt. Die Begegnung mit jungen Flüchtlingen moderierte Sabrina Schweizer von „Don Bosco für Flüchtlinge.“ „ Und Professor Lechner setzte in seinem Arbeitskreis die Diskussion zu seinem Vortrag fort.

Was machte die Begegnungen so herzlich und wertschätzend?
Es gab während der Pausen Zeit für persönliche Gespräche. Unter den vielen Danksagungen mit Blumen und Schokolade wurde auch auf ein Geburtstagsständchen nicht vergessen – ein familiärer Zug, der gefällt. Jede Hausgemeinschaft hat außerdem als Erinnerung das Motiv des Jahresleitgedankens in Form eines Bildes erhalten. Auch in den Workshops wurden während der Spiele Fragen sehr persönlich beantwortet. Und das setzte sich beim gemeinsamen Gottesdienst fort. Pater Petrus erzählte in der Predigt von einem Geschwisterwochenende, in dem er selbst Schwierigkeiten bei dem langen Fußmarsch hatte: „Jeder hat geholfen, denn wir waren alle unterschiedlich ausgerüstet. Zufrieden haben wir es am Ende geschafft.“ Und das hat Don Bosco im Oratorium ebenfalls vorgelebt: „Es reicht nicht, dass wir die Jugendlichen lieben, sie müssen es auch spüren.“

Weiterführende Literatur:Das Institut für Salesianische Spiritualität hat Materialien zum Jahresleitgedanken online veröffentlicht: HIER

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