Wenn ihr weit gehen möchtet, geht zusammen

Eine Pilgerreise der Missionare in Europa auf dem Jakobsweg.
Aus Österreich machten sich Leo Arul Doss, Bruder Günter Mayer und Pater Praveen Antony auf den Weg.

Es war nicht nur die Pilgerbegeisterung, die uns dazu geführt hat, dass wir uns auf dem Weg nach Santiago de Compostela gemacht haben, sondern das Zusammenkommen der Missionare des Projektes Europa, das üblicherweise jedes zweite Jahr stattfindet.

37 Salesianer Don Boscos, davon 30, die im Projekt Europa und derzeit in verschiedenen Provinzen in Europa tätig sind, trafen sich am 11. Februar 2018 am Flughafen von Madrid, um die Pilgerreise auf dem Jakobsweg fortzusetzen.

Der Name des Jakobswegs „Camino de Santiago“ geht auf den Apostel Jakobus den Älteren zurück und bezeichnet eigentlich mehrere Wanderwege, die aber alle dasselbe Ziel haben: Santiago de Compostela, das Grab des Apostels.

 

37 Salesianer trotzten auf dem Jakobsweg Wind und Regen .

Der bekannte Pilgerweg ist „Camino francés“ (800 Kilometer bis nach Santiago). Um als offizieller Pilger zu gelten, muss man mindestens die letzten 100 Kilometer zu Fuß oder die letzten 200 Kilometer mit dem Fahrrad absolvieren.

Wir haben dabei den kürzesten Weg, und zwar 114 Kilometer zu Fuß in fünf Tagesetappen von Sarria bis zu Santiago de Compostela, gewählt. Die Neugier und die Vorfreude waren sehr groß, weil jeder von uns zum ersten Mal auf diesem berühmten Weg unterwegs war.

Fast jeder empfand den Pilgerweg als eine große Herausforderung: Es ging ständig bergauf und bergab. Zudem war die Witterung ungünstig.

Wir sind an allen Tagen zwischen 8 Uhr und 9 Uhr aufgebrochen und haben versucht gegen 15 Uhr unsere Pilgerherberge zu erreichen. Aufgrund der Wetterlage und der knappen Zeitressourcen konnten wir die Landschaft leider nur wenig genießen.

Wir waren immer in kleinen Gruppen unterwegs und hatten genügend Zeit zum Austausch. Es war sehr interessant die unterschiedliche Herkunft, die salesianische Berufung und die Arbeitsfelder der Mitbrüder kennenzulernen. Als Gruppe haben wir uns bestens verstanden und uns oft auf der Strecke Mut zugesprochen.

Beim Austausch und Feedback haben wir gemerkt, dass der Pilgerweg jedem von uns etwas mitgegeben hat. Obwohl es anstrengend war, wurden wir innerlich bereichert und haben viel Kraft für das salesianische Leben mitgenommen.

 

Ankunft nach großer Anstrengung: Wir wurden innerlich bereichert.

Ein altes afrikanisches Sprichwort wurde bei der Feedbackrunde erwähnt, das in uns nachklingt: „Wenn ihr schnell gehen möchtet, geht alleine. Wenn ihr weit gehen möchtet, geht zusammen.“

(praveen antony sdb/red, Fotos: leo arul doss sdb)

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