Wenn ihr uns braucht, sind wir da

Medienempfang der Orden Österreichs im Don Bosco Haus
(v.l.n.r.) Schwester Beatrix Mayerhofer, Provinzial P. Petrus Obermüller, P. Erhard Rauch und Abtpräses Christian Haidinger (Foto:Katrin Buder)

Die Ordensgemeinschaften Österreich haben am Mittwochabend Einblicke in ihr vielfältiges Wirken und Schaffen gegeben. Ihre beiden Vorsitzenden, Abtpräses Christian Haidinger und Schwester Beatrix Mayerhofer, präsentierten den Jahresbericht "SUMMA 2014" und zogen Zwischenbilanz über das laufende Jahr der Orden. Im Zentrum der Begegnung im Wiener Don Bosco Haus stand zudem auch das Jubiläum zum 200. Geburtstag Don Boscos.

Der Ordensalltag "taugt kaum für Schlagzeilen", betonte der Superiorenkonferenz-Vorsitzende Haidinger. "Die Aufgaben in den Schulen, Krankenhäusern, Pfarren, in der Begleitung einzelner Menschen oder im Gebetsleben haben nichts Aufregendes. Dennoch ist uns wichtig, dass dies bei den Menschen bekannt wird - um ihnen zu vermitteln: Wenn ihr uns braucht, sind wir da." Der in 5.200 Exemplaren aufgelegte Jahresbericht, der sich besonders an Entscheidungsträger der Gesellschaft wendet, spiegelt auf 104 Seiten dieses Wirken wider.

Erfreut und "sehr überrascht" äußerte sich der Abtpräses über die Breitenwirkung des "Jahres der Orden" in Österreich. Beispiele dafür seien das vielfältige Engagement für Flüchtlinge, darunter etwa der Einsatz für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge durch das "Don Bosco Flüchtlingswerk".  

Von einem "unglaublichen kreativen Potenzial", das das "Jahr der Orden" freigesetzt habe, sprach die Präsidentin der Frauenorden, Schwester Beatrix Mayerhofer: Innovative Anregungen wie etwa das rote Gesprächssofa, mit dem Tiroler Ordensfrauen in Einkaufszentren Kontakt suchen, die Gesprächsreihe mit Vertretern aus Kultur und Wirtschaft oder auch viele konkrete Pfarrinitiativen seien in den vergangenen Monaten bereits umgesetzt worden. "An vielen Orten kommen Menschen auf Ideen und denken: Da könnten wir doch die Orden um Zusammenarbeit fragen."

Jugendliche als Protagonisten
Auch die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern gaben beim Medienempfang Einblicke in ihre Spiritualität und Arbeit. Der heilige Johannes Bosco habe es seinerzeit geschafft, "Jugendlichen auf Augenhöhe zu begegnen, sie in Mitverantwortung zu Protagonisten in der Kirche zu machen", legte Provinzial P. Petrus Obermüller dar. Der Orden mit seinen weltweit je 15.000 männlichen und weiblichen Mitgliedern und seinen Laienorganisationen sehe es als Auftrag, den Einsatz des Ordensgründers für ein gelingendes Leben Jugendlicher weiterzutragen. "Er sagte: Ich möchte, dass ihr hier und in der Ewigkeit glücklich seid", betonte Obermüller. Einblicke in die Arbeit der Don Bosco-Schwestern in Österreich gab Sr. Maria Maxwald.

Als besonderer Beitrag zum Don Bosco Jubiläum wurde das Gebetbuch "Pray with you(th). Mit Jugendlichen im Geist Don Boscos beten" präsentiert. Jugendliche hätten andere Ausdrucksformen und Themen, die sich auch in ihren Beten niederschlagen würden, erklärte Florian Mayrhofer, einer der jugendlichen Mitautoren. Die Gebetsvorschläge mit vielen Aktiv-Elementen seien als Anregung und Hilfe gedacht "besonders für Leute, die sich bisher nicht getraut haben, mit Jugendlichen zu beten".

(kathpress/red)

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