Wenn die Straße zum Zuhause wird

Eine neue Unterrichtsreihe beschäftigt sich mit dem Leben von Straßenkindern.

Zum Missionsgedenktag der Salesianer Don Boscos am 25. Februar macht die Don Bosco Mission Austria mit der neuen Unterrichtsreihe „Wenn die Straße zum Zuhause wird“ auf das Leben von Straßenkindern weltweit aufmerksam.

„Ausbeutung und Gewalt, Missbrauch und Mangelernährung, keine Fürsorge und fehlende Schulbildung - Straßenkinder sind schutzlos, sie werden diskriminiert, gesellschaftlich ausgegrenzt und gelten pauschal als kriminell.“, weiß Bruder Günter Mayer SDB, Leiter der Don Bosco Mission Austria.

Die neuen Materialien schlagen eine Brücke zum Leben dieser vergessenen Kinder und Jugendlichen. Mithilfe der Lebensgeschichten von Straßenkindern in diesen pädagogischen Materialien werden die Perspektiven gewechselt. Bruder Günter hofft, dass österreichische Schülerinnen und Schüler einen Eindruck davon erhalten, wie das Leben eines Straßenkindes aussieht: „Kinder und Jugendliche in Österreich kennen diese Form sozialer Ungerechtigkeit normalerweise nicht. Das Ziel ist es, dass die jungen Leute bei uns, Empathie entwickeln für Kinder, deren ‚Zuhause‘ die Straße ist.“

Materialien zum Download: HIER

Die 84-seitigen Unterrichtsmaterialien thematisieren sowohl die Ursachen für das Leben auf der Straße, als auch die Lebenssituation und Zukunftsperspektiven von Straßenkindern. Sie sensibilisieren für Armut und Not, für Ausgrenzung und Ausbeutung. Die Materialien orientieren sich an den Lehrplänen für die Schulstufen 3-6 und 7-10 und sind einsetzbar in der Volksschule und Unterstufe Sekundarbildung in den Fächern Religion, Sachunterricht, Geographie und Wirtschaftskunde, Soziale Orientierung oder Politik, in der außerschulischen Gruppenarbeit sowie in der pastoralen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

25. Februar: Salesianischer Missionsgedenktag

Der Missionsgedenktag der Salesianer wird zum Festtag der beiden Märtyrer Luigi Versiglia (1873-1930) und Callisto Caravario (1903-1930) begangen. Beide Salesianer starben als Missionare in China, als sie junge Frauen vor einer Vergewaltigung durch Piraten mit ihrem Leben schützten.

Dieses Jahr hat der salesianische Missionsgedenktag eine besondere Bedeutung. Die Diözese Barra do Garcas in Brasilien hat den Seligsprechungsprozess der beiden Märtyrer Pater Rudolf Lunkenbein und seines Mitarbeiters Simao vom Indianerstamm der Bororo eröffnet. Beide wurden am 15. Juli 1976 in der Salesianer-Mission in Meruri getötet.

P. Rudolf Lunkenbein wurde 1939 in Deutschland geboren. Mit 19 Jahren begleitete er einen Salesianerpater in die Mission nach Brasilien. Ein Jahr später trat er in das Noviziat ein. Das Theologiestudium absolvierte er in Benedikbeuern in Bayern. Nach seiner Rückkehr nach Brasilien setzte er sich für die Rechte des Bororo-Stammes ein. Durch den gewaltsamen Tod von P. Lunkenbein und seines Mitarbeiters Simao haben, ist eine Saat aufgegangen. Ihr Tod hat letztendlich den Bororos dazu verholfen, ihren Lebensraum zu erhalten und ihnen eine Zukunft zu geben.

(presse don bosco)

Pater Lunkenbein (1939-1976) setzte sich für die Indigenas in Brasilien ein.

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