WEITER MIT DON BOSCO

Drei Tage feierte die deutsche Nachbarprovinz ihren 100. Geburtstag.
Foto: Klaus Wolf

Im Rahmen eines dreitägigen Provinzfestes haben die Salesianer Don Boscos vom 3. bis 5. Juni gemeinsam mit über 1.000 Gästen - unter ihnen war aus Österreich Provinzial Pater Petrus Obermüller - ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Im Jahr 1916 hatten die Salesianer hier mit einem Lehrlingswohnheim ihre rste Niederlassung in Deutschland gegründet. Heute umfasst das Don-Bosco-Werk etwa 30 Niederlassungen und Einrichtungen in ganz Deutschland, darunter Berufsbildungswerke, Jugendwohnheime, Angebote der Offenen Jugendarbeit, der Jugendhilfe und Jugendsozialarbeit sowie zahlreiche Pfarreien.

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Auftakt mit Festakademie

Das Jubiläumswochenende hatte am Freitagnachmittag mit einer Festakademie in der Würzburger Don-Bosco-Kirche begonnen, an der zahlreiche Ehrengäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft teilnahmen und ihre Glückwünsche überbrachten. Festredner war der Erzbischof von Tegucigalpa, Kardinal Óscar Rodríguez Maradiaga SDB, ehemaliger Präsident von Caritas Internationalis und enger Berater von Papst Franziskus. Er gab einen geschichtlichen Überblick über die Ausbreitung des Don Bosco Werks von Italien aus in andere Länder Europas. „Hier in Deutschland wurde vor 100 Jahren der grüne und dichtbelaubte Olivenbaum des Charismas Don Boscos mit missionarischer Glut eingepflanzt und mit apostolischer Geduld bewässert, bis er schließlich zu dem herangewachsen ist, was wir heute sehen und haben“, sagte Kardinal Rodriguez Maradiaga vor der versammelten Festgesellschaft.

Dass sich Rodriguez im Kreis der deutschen Don-Bosco-Familie sichtlich wohlfühlte, zeigte eine spontane musikalische Einlage. Zur Mitte der Festakademie griff der 73-Jährige zum Saxophon und spielte zusammen mit der Würzburger Hausband Hits von Frank Sinatra.

Der zweite Festtag stand ganz im Zeichen des Mottos des Festes: „Weiter mit Don Bosco“ und war geprägt von einem bunten Programm aus Gesprächen, Vorträgen, Spielen, bunten Mitmachaktionen und Musik auf dem Gelände des Berufsbildungswerkes der Caritas-Don Bosco gGmbH, der heutigen Einrichtung der Salesianer Don Boscos in Würzburg, wo rund 400 Jugendliche eine Ausbildung absolvieren oder sich auf eine Berufsausbildung vorbereiten. Viele Einrichtungen des Ordens präsentierten sich und ihre heutige Arbeit auf dem Gelände am Würzburger Schottenanger – ein vielseitiger „Markt der Möglichkeiten“, der bei strahlendem Sonnenschein gute Laune verbreitete und Lust machte, sich ins bunten Treiben zu stürzen und mit Don Bosco zu feiern. Viele Jugendliche aus den Eirichtungen, darunter auch eine große Anzahl junger Flüchtlinge, feierten zusammen in familiärer Atmosphäre ein buntes Fest der Begegnung, das von einer gemeinsamen Schifffahrt auf dem Main am Abend abgerundet wurde.

Spanische Klänge im Würzburger Nachthimmel
Zur „Guten Nacht“ wurde es wieder musikalisch. Diesmal stiegen spanische Klänge hinauf zum Würzburger Nachthimmel. Der Generalobere der Salesianer Don Boscos, Don Ángel Fernández Artime SDB, der das gesamte Wochenende mit der deutschen Don-Bosco-Familie verbrachte, griff zur Gitarre und gab auf der Bühne einige spanische Volks- und Gute-Nacht-Lieder zum Besten.

Zum Abschluss des Jubiläumsfestes am Sonntag feierten die Gäste und Würzburger Christen gemeinsam mit dem Generaloberen einen Festgottesdienst im mit über 1.100 Menschen fast vollbesetzten Würzburger Kiliansdom. In seiner Predigt würdigte der zehnte Nachfolger Don Boscos auch den Einsatz der rund 2.000 angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Einrichtungen der Salesianer Don Boscos in Deutschland und das Engagement von Ehrenamtlichen und Förderern. „Schon Don Bosco selbst sagte, dass die Arbeit der Salesianer Don Boscos nicht möglich gewesen wäre, ohne die Hilfe vieler Menschen mit guten Absichten. Ich bin davon überzeugt, gemeinsam schaffen wir es, auch 100 weitere Jahre für die jungen Menschen in Deutschland da zu sein. Denn nichts ist so wichtig, wie für die jungen Menschen da zu sein und sie wie Don Bosco in die Gesellschaft einzubinden – weiter mit Don Bosco!“

(RefÖA/hmp/kh/red)

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