Weihnachten in Amstetten

Ein Bericht über Traditionen der Salesianergemeinschaft
Fotos (Wolfgang Zarl): Pfarrer P. Hans Schwarl, Michal Klucka und Direktor P. Bernhard Maier in Weihnachtsstimmung.

Der Heilige Abend ist für die allermeisten Familien und für das ganze Land ein ganz besonderer Tag. Als einzigartiges Fest beschreibt es Pater Bernhard Maier, Direktor der Salesianer-Ordensgemeinschaft in der Pfarre Amstetten Herz Jesu. Zu Weihnachten feiern Christen die Menschwerdung Jesu – und ohne Weihnachten kein Ostern, dem höchsten Fest der Christenheit. Er gibt allen einen Tipp von Ordensgründer Don Bosco: „Lassen Sie keinen Festtagsteufel aufkommen!“ Dieser „Festtagsteufel“ führe zu Streit und Stress und komme daher, dass man müde und angespannt von den Vorbereitungen ist, so eine alte Erfahrung.

Der 24. Dezember ist für die Seelsorger der Gemeinschaft – insgesamt leben zehn, meist ältere Salesianer Don Boscos in Amstetten – ein intensiver Tag, der eng mit der Pastoral verknüpft ist. An diesem Tag läutet oft das Telefon, um Frohe und Gesegnete Weihnachten zu wünschen, und es trudeln die letzten Weihnachtspostkarten ein. Alle Salesianer-Häuser Österreichs schicken sich gegenseitig Grüße.

Bereits nach der Frühmesse (7.45 Uhr) gibt es die ganztägige Möglichkeit zur Beichte, die an diesem Tag besonders gerne angenommen wird. Es folgen vielerlei Proben in der Pfarrkirche. Um 14.30 Uhr lädt die Pfarre zu einer weihnachtlichen Wortgottesfeier für Familien mit Kleinkindern mit Krippenspiel, um 16 Uhr wird die Kindermette gefeiert und um 22 Uhr die Christmette. Die Ordensmänner teilen sich auf, wer wann wo die Liturgie feiert. Auch in anderen Pfarren sind die Salesianer in der Weihnachtszeit im Einsatz. Der Brauch des Ausräucherns wird bei den Salesianern übrigens nicht durchgeführt.
Sehr besinnlich ist auch die Zeit, in der die Gemeinschaft unter sich ist. Um 18.30 Uhr feiern die Patres Vesper, lesen das Weihnachtsevangelium und das Weihnachtsmartyrologium und Pater Bernhard spricht Dankesworte an die Mitbrüder. Danach gibt es ein Essen. Direktor Maier hat aber noch keine Ahnung, was aufgetischt wird. Was natürlich nicht fehlen darf: die Entzündung der Kerzen des Christbaums sowie das Singen von „Stille Nacht, Heilige Nacht“. „Das Lied ist ein österreichisches Unikat und das schönste Weihnachtslied weltweit geworden!“, so Pater Bernhard.

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