Viele Kinder - viel Fröhlichkeit

VIDES-Volontärin Barbara Tischler über ihre Aufgaben in Gabun.

Nachdem ich die ersten Wochen nicht hier in meinem tatsächlichen Einsatzort Oyem, sondern in Libreville (der Hauptstadt von Gabun) verbracht habe, durfte ich mich endlich nach fünf Wochen mit all meinem unausgepackten Gepäck und auch meiner Aufenthaltskarte, die ziemlich lange auf sich warten ließ (mir es aber nun ermöglicht, die nächsten sechs Monate hier zu bleiben) nach Oyem reisen. Es war eine aufregende Reise, denn die Busfahrt durch den Regenwald hat nicht weniger als zehn Stunden gedauert, die Natur war fabelhaft und hat die Fahrt viel interessanter gemacht – und durch die zahlreichen Militärkontrollen war es auch noch etwas spannender. Aber endlich bin ich nun in Oyem – und auch schon im afrikanischen Alltag – angekommen

Noch hat keine Schule offen
Nachdem Ende August die Präsidentschaftswahlen stattgefunden haben und hier noch Chaos herrscht, haben bis jetzt die Schulen in ganz Gabun geschlossen und erst am 31. Oktober wird (hoffentlich!) der erste offizielle Schultag sein – nach fünf Monaten Ferien für die Schülerinnen und Schüler, um das anzumerken!
Normalerweise beginnt die Schule hier Anfang Oktober. Nichtsdestotrotz habe ich einen vollen Alltag: Derzeit verbringe ich meine Vormittage, indem ich einen Informatikkurs für die Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule hier im Zentrum leite, am Nachmittag bin ich dann im Jugendzentrum beschäftigt, wo ich Englischkurse gebe und mit den Kindern und Jugendlichen bei sportlichen Aktivitäten meine Zeit verbringe. Und wenn dann erst die Schule beginnt, dann werde ich voll ausgebucht sein – auf die vielen verschiedenen Aktivitäten freue ich mich auch schon sehr!
Den Großteil meiner Zeit werde ich im Mädcheninternat mitarbeiten, aber auch in der Grundschule sowie im Centre de Formation Professionelle (einem Ausbildungszentrum für junge Erwachsene, die die Schule abgebrochen haben und dort nun die Möglichkeit haben, einen Beruf zu erlernen).

Freizeitgestaltung mit Kindern und Jugendlichen
Die Freizeitaktivitäten mit den Kindern und Jugendlichen hier im Zentrum sind sehr breit gefächert, es gibt nicht nur Fußball-, Volleyball- und Basketballtreffs, sondern auch viele andere Gruppen, die hier alle Tage zusammenkommen. Es ist einfach immer etwas los, und da sich alle Aktivitäten sowie alle Ausbildungsstätten hier im Zentrum befinden, sind immer viele Kinder und Jugendliche und immer eine sehr fröhliche und aktive Stimmung!

Afrikanischer Markt
Immer wieder ist es spannend für mich, mich durch die afrikanischen Speisen durchzukosten - mittlerweile habe ich nämlich schon sehr vieles probiert und nachdem ich schon immer ein Fan von Reis und Bananen war, hätte ich mir keinen besseren Kontinent als Afrika aussuchen können. Das tägliche Leben in Gabun findet eigentlich auf der Straße statt und so gibt es hier einfach viel mehr Märkte, als „richtige“ Geschäfte und Supermärkte. Das Marktleben zu entdecken ist auch immer wieder aufregend, denn dort findet man wirklich alles: von Obst und Gemüse, mehr oder weniger frisches Fleisch (habe auch schon Affen am Markt gesehen!) bis Kleidung und Schuhe, afrikanische Stoffe und auch lebende Tiere (wie zum Beispiel Hühner) können dort erworben werden. Als junge weiße Europäerin in Afrika zu sein, ist auch immer wieder spannend (besonders auf den Straßenmärkten): Dauernd hört man jemanden „la Blanche“ oder „la White“ rufen und die meisten gehen sowieso davon aus, dass ich Französin bin – die Verwunderung ist meist groß, wenn sie Österreich hören. Die Aufmerksamkeit, die mir aufgrund meiner Hauptfarbe geschenkt wird, ist auf alle Fälle sehr groß!

Mir geht es hier sehr gut und ich bin wirklich sehr glücklich, dass ich die Möglichkeit habe, hier sein zu dürfen!

(Barbara Tischler, VIDES-Volontärin)

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