Verantwortung übernehmen

Schöne Tage beim Sozialprojekt des Don Bosco Gymnasiums Unterwaltersdorf

Die Vermittlung ethischer und sozialer Kompetenzen zählt im Don Bosco Gymnasium Unterwaltersdorf zu den Hauptaufgaben und wird jedes Jahr speziell beim Sozialprojekt der 7. Klassen gefördert, das heuer vom 15. bis 28. Juni 2016 stattfand.

An unterschiedlichen Einsatzorten, vom Kindergarten bis zum Pflegeheim, von der Behindertenwerkstatt bis zum Kinderhort, lernen die Jugendlichen soziale Verantwortung zu übernehmen und Berührungsängste abzubauen. Heuer besuchte erstmals ein Schüler des Gymnasiums die SOS-Kinderdorf-Wohngemeinschaft für minderjährige Flüchtlinge in Ebreichsdorf. Er beschäftigte sich mit den Kindern, lernte und spielte mit ihnen, war außerdem im Haushalt tätig und erledigte Einkäufe. Erstmalig absolvierten zwei Schülerinnen ihre Projekttage auf dem Bauernhof Schwechatbach und konnten dort wertvolle Erfahrungen im Bereich der tiergestützten Therapie und Pädagogik sammeln. Im Behinderten- und Pflegeheim in Wimpassing freut man sich jedes Jahr auf Schüler des Don Bosco Gymnasiums. Dabei kam es heuer zu einer besonderen Art der Begegnung. Unter den drei Burschen des Gymnasiums war Ahmad, der als Flüchtling aus Syrien nach Österreich kam, und unter anderem mit einer Klientin des Heims am Computer Lesen und Rechnen übte.

Zum Abschluss fand ein Treffen aller Schüler und Schülerinnen statt, bei dem viele Erfahrungen und Eindrücke ausgetauscht und präsentiert wurden. So waren die folgenden Aussagen zu hören: "Man kommt mit Menschen zusammen, von denen die meisten ein völlig falsches Bild haben. Auch wenn manche wenig bis gar nicht sprechen, im Rollstuhl sitzen oder nicht ganz aufrecht gehen können, brauchen nur die wenigsten Hilfe bei ihren alltäglichen Tätigkeiten. Der Großteil erledigt seine Arbeit selbstständig und gewissenhaft und manchmal kam es so weit, dass einige von Zeit zu Zeit sogar mehr Ahnung von dem hatten, was wir gerade machen mussten, als ich," sagte Tobias nach seinen Projekttagen in der Lebenshilfe-Werkstätte Pischelsdorf.

"Ich war selber sehr überrascht, dass ich mich sogar schon am ersten Tag mit den Klienten, die nicht reden können, problemlos verständigen konnte. Ich bin sehr froh, dass ich so eine Erfahrung machen konnte und einen Einblick in das Leben eines behinderten Menschen bekam. Ebenso sollten wir uns die Hilfsbereitschaft und Offenheit von genau diesen Menschen abschauen und auch lernen, sich über die "kleinen" Dinge im Leben zu freuen," beschrieb Michelle ihre Erfahrungen in der Lebenshilfe-Werkstätte Baden.

„In diesen Tagen ist es mir meines Befindens nach gelungen, manchen alten Leuten eine Abwechslung in ihrem täglichen Leben im Altenheim zu bieten und so manchen auch ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern,“ freut sich Lukas.

(Don Bosco Gymnasium)

Zurück zur Übersicht

Um die volle Funktionalität unserer Website zu gewährleisten bzw. unser Angebot zu optimieren, setzt unsere Website Cookies. Weiterlesen …