Über Franz von Sales

Salesianischer Einkehrnachmittag für die Don Bosco Familie am 24. November 2018.
Pater Thomas Mühlberger sagt: "Don Bosco stellte sein erstes „Oratorium“ unter den Schutz des heiligen Franz von Sales." Foto: privat

Pater Thomas Mühlberger OSFS brachte uns an diesem Nachmittag im Wiener Don Bosco Haus das Leben und Wirken des heiligen Franz von Sales näher.

Aus der Fülle seiner Präsentation hat Pater Mühlberger, Oblate Franz von Sales, aus der Pfarre Franz von Sales, Wien 19, Folgendes angesprochen:

• das Gebet als die segensreiche Quelle, deren belebendes Wasser die Pflänzchen unserer guten Wünsche zum Grünen und Blühen bringt, jeden Makel von unserer Seele hinwegspült und das von Leidenschaft erhitzte Herz abkühlt.
• die „Philothea“ – Buch: „Die Einführung ins geistliche Leben“, das viele Menschen auch heute als wichtige Hilfe auf ihrem christlichen Lebensweg sehen.
• dem „Theotismus“ – Buch: „Abhandlung über die Liebe Gottes“ – ein Meisterwerk des Heiligen. Franz von Sales antwortete neu auf die Sehnsucht der Menschen seiner Zeit, wie sie als Christen in der Welt ihre Frömmigkeit leben könnten. Er stellte fest, dass „Frömmigkeit überall möglich ist“, sie muss sich den Menschen anpassen und nicht umgekehrt. Und er hatte einen konkreten Rat, wie das Beten in allen Lebenslagen möglich sei. Allen empfahl er das „Herzensgebet“ oder Stoßgebet. Der Mensch solle immer wieder seine Arbeit unterbrechen, um sich für einen Moment „zu Gott zu erheben“ und im Herzensgebet mit ihm in Kontakt zu treten. Wie ein Wanderer, der kurz Rast macht, einen Schluck Wein trinkt und dann seinen Weg mit neuer Kraft wieder fortsetzt. Das Stoßgebet ist keine verlorene Zeit, sondern Stärkung!

Aus dem „Theotismus“ des Franz von Sales:
Die hochheilige Gottesliebe ist, um es mit einem Wort zu sagen, Freundschaft mit Gott. Es ist keine Liebe, die etwas haben will, denn durch die Gottesliebe lieben wir Gott um der Liebe seiner selbst willen, in Anbetracht seiner überaus liebenswerten Güte. Diese Freundschaft ist eine echte Freundschaft, weil sie gegenseitig ist. Auch wir wissen um seine Liebe zu uns, da er sie laut verkündet (Hohelied der Liebe) hat und wir alles Gute, das wir haben, als echte Wirkung seines Wohlwollens erkennen. Schließlich sind wir in ständiger Verbindung mit ihm, der ohne Unterlass zu unserem Herzen durch Einsprechungen, Lockungen und heilige Regungen spricht. Er hört nie auf, uns Gutes zu tun, und gibt uns zahllose Beweise seiner innigsten Zuneigung, indem er uns seine Geheimnisse wie vertrauten Freunden offenbart (Joh 15,15; auszugsweise DASal).

Don Bosco, der große Jugenderzieher war der Überzeugung, dass der Geist des heiligen Franz von Sales für die Erziehung und für die Unterweisung des Volkes am geeignetsten ist. Sein Primiz – Vorsatz war: „Die Liebe und Sanftmut des heiligen Franz von Sales sollen mir in allen Lebenslagen Wegweiser sein.“

Don Bosco wurde nicht nur selbst „ein lebendiges und treffendes Abbild der Liebe des heiligen Franz von Sales“, er stellte sein erstes „Oratorium“ und dann seine Ordensgemeinschaft, die „Gesellschaft der Salesianer“, unter den Schutz des heiligen Franz von Sales; denn jene, die sich mit der Betreuung der Jugend befassen, müssen sich nach seiner Überzeugung „diesen Heiligen in der Liebe und in den guten Werken zum Vorbild nehmen.

Diese sind nämlich Quellen: (wahre Frömmigkeit, Geduld, Frieden in Gott, Freude an Gott, Hingabe – Vertrauen, die Freiheit der Kinder Gottes, Nächstenliebe, Demut, Leid – Kreuz, vertrauter Umgang mit Gott und Regeln für den Umgang mit Menschen, aus denen man für die Oratorien Früchte gewinnt“.

Zu diesem Nachmittag haben Salesianische MitarbeiterInnen (SMDB) eingeladen und die Freunde Don Boscos kamen von Bludenz bis in den Raum Unterwaltersdorf um den Zusammenhang Franz von Sales – Don Bosco besser verstehen zu können.

(Christiane Liebl SMDB)

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