Istvan Sándor

Der Salesianerbruder aus Ungarn war Handwerker und Märtyrer.
Die Integrität und sein Glaube führten in der letzten Konsequenz zu seinem Glaubenszeugnis – ohne Zögern und Zaudern.

Istvan Sándor wurde 1914 in Szolnok geboren und erlebte eine glückliche Kindheit mit zwei Brüdern. Don Bosco lernte durch die Zeitschrift „Bollettino Salesiano“ (Salesianische Nachrichten) kennen. 1940 wurde er selbst Salesianer.

Wie viele andere junge Männer wurde auch er zum Kriegsdienst eingezogen – erst 1944 konnte er wieder im Orden tätig sein.

István Sándor lebte seine Berufung als Erzieher mit Freude, Begeisterung und Hingabe. Er arbeitete in seinen erlernten Beruf als Drucker, sorgte sich aber auch um die Liturgie. Mit großer Freude begleitete Ministranten- und Jugendgruppen und brachte den jungen Menschen den Glauben nahe.

Istvan blieb
Als der kommunistische Staat im Jahre 1949 die kirchlichen Güter beschlagnahmte, standen die Ordensleute mit einem Schlag ohne alles da. Sándor musste untertauchen. Doch anstatt ins Ausland zu flüchten, blieb er in seiner Heimat.

Unerschrocken setzte er im Untergrund seine Arbeit fort, obwohl er wusste, dass dies streng verboten war. Er kümmerte sich weiter um die jungen Menschen, bis er durch einen Verrat an seinem Arbeitsplatz verhaftet, vor Gericht gestellt und zum Tod verurteilt wurde. Am 8. Juni 1953 wurde er durch Erhängen hingerichtet. 

Die Ministrantengruppe wurde von Bruder Istvan Sándor besonders gut betreut: Glaubensgespräche, Anbetung, Ausflüge und Wallfahrten, Sport und Spiel – und viel Frohsinn.

Istvan Sándor ist Märtyrer und Opfer des kommunistischen Regimes. Er starb für die ungarische Jugend und für die Verteidigung der Rechte der Kirche. Am 19. Oktober 2013 wurde der Salesianerbruder in Budapest selig gesprochen. Sein Glaubenszeugnis ist verständlich nach einem Wort aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer „Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? (Röm 8,31).

Ein anständiger Charakter
Für den früheren Generaloberen der Salesianer, Don Pascual Chávez, ist Istvan Sándor ein Geschenk:

„In seiner Ausbildungszeit, als Facharbeiter, als Erzieher im Oratorium und in der Kirche, im Untergrund und im Gefängnis und nicht zuletzt bei seinem Martyrium erwies er sich als außergewöhnlicher Mitbruder. Auch in schwierigen Phasen – wie z.B. beim Militärdienst und im Krieg – bewahrte sich Istvan Sándor seinen anständigen Charakter. 

Istvan Sándor motiviert uns, benachteiligten Jugendlichen, insbesondere in ihrer Ausbildung, zu helfen und sie zu unterstützen, gerade dann, wenn sie in Schwierigkeiten stecken oder ungerecht behandelt werden.“

Zurück zur Übersicht

Um die volle Funktionalität unserer Website zu gewährleisten bzw. unser Angebot zu optimieren, setzt unsere Website Cookies. Weiterlesen …