Spaß an der Arbeit mit Kunden und Jugendlichen

Tobias Kutschker fand seinen Traumberuf mit Don Bosco in Aschau/Inn.
Das Berufsbildungswerk der Salesianer gibt jungen Menschen, die es im Leben nicht einfach haben, die Chance auf eine Ausbildung und eine Arbeit im ersten Arbeitsmarkt. Foto: Klaus D. Wolf

Am 20. August 2018 begannen rund 45 junge Menschen ihre Ausbildung in der deutschen Einrichtung Don Bosco Aschau am Inn. Auch Tobias Kutschker (27) hat so seinen Weg gefunden – als Einzelhandelskaufmann.

Tobias Kutschker zieht ein Magazin und eine Getränkeflasche über das Band. „Das macht 2,35 Euro“, sagt der 27-Jährige und lächelt seinen Kunden an. In seinem Kopf geht der junge Mann schon weitere Aufgaben durch: Waren einräumen, das Regal mit den Gemüsedosen sortieren. 

Einzelhandelskaufmann, das war „schon immer“ sein Traumberuf. Nicht immer sah es so aus, als ob er ihn ergreifen könne. Doch durch die Förderung des Berufsbildungswerks Don Bosco Aschau am Inn hat er sein Ziel erreicht – eine Einrichtung der Salesianer Don Boscos, die es sich zum Ziel gemacht hat, vor allem Menschen mit Einschränkungen auf ihrem beruflichen Weg zu stärken und begleiten.

Allergien, Epilepsie und eine späte Entwicklung führten dazu, dass der heute aufgeweckte junge Mann aus Rott am Inn als Kind das Förderzentrum Wasserburg am Inn besuchte. Er hat viel getan, um dorthin zu kommen, wo er heute ist.

Nach dem Förderschulabschluss mit 14 Jahren, besuchte Kutschker die Berufsschule Traunreut, machte ein Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) und den Hauptschulabschluss. Ein Bildungsbegleiter riet ihm aber davon ab, in den Verkauf zu gehen. „Ich will das machen, habe ich ihm gesagt."

2008 begann er eine Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BVB) in der Einrichtung Don Bosco Aschau am Inn. Dabei konnte er praktisch und mit Theorie sowie begleitet von Fachleuten seinen Traumberuf erproben. Dem folgte 2009 bis 2012 die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel im Don Bosco Supermarkt. Er wohnte im Internat der Einrichtung, fand schnell Freunde und baute sich ein Leben auf.

Tobias Kutschker ist seit 2015 stellvertretender Marktleiter im Don Bosco Supermarkt in Aschau. Foto: Christine Wendel

Und dann sagte der Betriebsleiter zu ihm: „Wenn du willst, kannst du gleich nach der Ausbildung bei uns anfangen.“ Zuerst habe Kutschker es nicht glauben wollen. Und er könnte sich heute kaum etwas Schöneres vorstellen. Ob Putzen, Etiketten kontrollieren, Kasse abrechnen oder Tiefkühlprodukte bestellen. Jede Aufgabe an sich macht Kutschker gerne. „Am meisten Spaß macht es mir aber, mit Kunden und Jugendlichen zu arbeiten.“

Er verdanke Don Bosco Aschau am Inn viel, sagt Kutschker. „Die Salesianer Don Boscos haben mir geholfen, dass ich eine Arbeit finde.“ Und nun habe er die Möglichkeit, zurückzugeben. In seinem Job setzt er sich für die derzeitigen Auszubildenden im Supermarkt ein. „Ich kann ihnen in ihrem Leben helfen, das tut gut.“ Zudem ist Kutschker in der Schwerbehindertenvertretung der Einrichtung. 

Für die Zukunft hat er keine großen Wünsche. „Ich genieße einfach mein Leben und bringe mich ein, wo ich kann.“ Es sei viel Arbeit gewesen, dorthin zu kommen, wo er heute ist, fasst Kutschker zusammen. „Aber ich bin stolz, dass ich es geschafft habe.“

Zum Ausbildungswerk der Salesianer in Aschau/Inn: MEHR

(Text (gekürzt): Christine Wendel)

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