Selige Laura Vicuña

Die Schülerin der Don Bosco Schwestern starb schon mit 13 Jahren.

Laura del Carmen Vicuña wurde 1891 in Santiago de Chile geboren. Ihr Vater war Offizier und verließ die Familie nach der Geburt der zweiten Tochter Amanda. Lauras Mutter, Mercedes Pino, arbeitete als Schneiderin. Wegen fehlender Zukunftsperspektiven in Chile wanderte sie völlig mittellos mit ihren Kindern nach Argentinien aus.

Die alleinerziehende Mutter nahm die Hilfe von Manuel Mora, einem reichen Großgrundbesitzer an. Durch sein selbstsüchtiges und gewalttätiges Verhalten behandelte er Lauras Mutter als seine Leibeigene und Arbeitssklavin. Auch Laura war seinen Misshandlungen und später sogar Nachstellungen ausgesetzt.

Die beiden Mädchen wurden dennoch 1900 in die Missionsschule der Salesianer und der Don Bosco Schwestern in Junín de los Andes aufgenommen.

Ich bin immer eine „Jesus-Freundin“
Aufgrund ihres tiefen Glaubens, ihrer Begeisterung für Don Bosco und auch um den Misshandlungen Manuel Moras zu entfliehen, bat sie bereits mit elf Jahren um Aufnahme bei den Don Bosco Schwestern. Aufgrund ihres Alters war das jedoch nicht möglich.

Laura zog sich immer mehr in ihre innere Geborgenheit des Glaubens zurück und bot Gott ihr Leben dafür an, dass ihre Mutter zum Glauben zurückkehrt und sich von ihrem Lebensgefährten trennt.

Schließlich erkrankte das Mädchen schwer und starb am 22. Jänner 1904, im Alter von knapp 13 Jahren. Ihre Mutter trennte sich schließlich von Manuel Mora und fand wieder zum Glauben.

In dem damals 300-Seelen-Dörfchen war Laura in der Missionsschule eine fleißige und äußerst hilfsbereite Schülerin. Zur Belohnung wurde sie in die Gruppe der „Marientöchter“ aufgenommen.

Laura Vicuña war ein liebenswürdiges und bescheidenes Mädchen. Sie wuchs in schwierigen und zerrütteten Familienverhältnissen auf und bemühte sich, trotzdem in jedem Menschen Jesus zu erkennen: „Aus Liebe kann ich zu meinen Mitschülerinnen nicht gleichgültig sein.“

„Ein kleines Mädchen zerbricht an der Gewalt“, fasste ihre Biographin Anne Hoffmann Lauras kurzes Leben 2006 zusammen. So ist Lauras Wachsen und ihre Treue im Glauben trotz vieler Schwierigkeiten bewundernswert.

1988 sprach Papst Johannes Paul II. Laura Vicuña auf dem Colle Don Bosco, dem Geburtsort Don Boscos, selig.

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