Selige Eusebia Palomina Yenes

Die Menschen haben die Don Bosco Schwester einfach verstanden.

Eusebia Palomino Yenes stammte aus einer armen spanischen Arbeiterfamilie. Geboren wurde sie 1899 in dem kleinen Dorf Cantalpino. Die Eltern waren ohne Arbeit, Eusebia ging mit dem Vater sogar um Lebensmittel betteln. Doch sie zeigte schon früh eine ungewöhnliche Anteilnahme für ihre Mitmenschen.

Was die Schule anbelangt, so hatte das Kind nur die Zeit, die erste Klasse zu besuchen. Bereits mit zehn Jahren arbeitete sie als Kindermädchen. Dann kam sie nach Salamanca. Sonntags besuchte sie das Oratorium der Don Bosco Schwestern und half dort als Freiwillige mit. Auch die Schwestern waren arm und Eusebia lebte bei ihnen mehr als bescheiden

Mir reicht ein Ölbaum, um Gott zu betrachten
1922 begann sie das Vorbereitungsjahr zum Ordenseintritt, das sogenannte Noviziat. In der ersten Zeit schlug ihr die Novizenmeisterin ein Buch zur Meditation vor. Verwundert fragte Eusebia: “Aber braucht man denn ein Buch, um zu meditieren?” - “Wie machst du es denn sonst?” “Oh, mir reicht es, einen Ölbaum oder irgendeinen anderen Baum zu sehen, um Gott zu betrachten.”

Schwester Eusebia wirkte dann in Valverde del Camino. Es lebten dort einfache und arme Leute. Bei ihrer Ankunft wurde der kleinen Ordensfrau die Verantwortung für Küche, Pforte, Wäsche und für die Assistenz im Oratorium übertragen. Bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen war Schwester Eusebia gleichermaßen beliebt. Sie war keine Lehrerin und würde niemals eine sein. Aber ihr Leben begann jene christliche “Botschaft” auszustrahlen, die die Menschen verstanden.

Doch Schwester Eusebia spürte die drohende Gewalt durch den spanischen Bürgerkrieg. Sie bot sich Gott als Opfer für ihre Schwestern und Brüder an. Schon lange litt die kleine Ordensfau an Asthma. Die Krankheit wurde immer unerträglicher. Sie starb 1935 mit nur 36 Jahren.

Diese Postkarte zeigt den einfachen Lebensbereich von Schwester Eusebia in Valverde.

Ich habe geträumt!

Diese einfache Ordensfrau las weder in Büchern noch in Karten. Sie schaute auf die fünf Wunden Jesu. Das ist einfach und als Don Bosco Schwester ermutigte sie die Menschen, so zu beten.

Es verbreiteten sich viele Anekdoten und Geschichten. Seminaristen, Schwestern, Priester und Mädchen suchten Schwester Eusebia auf, um sie um einen Rat zu bitten, während sie im Garten die Wäsche aufhing oder in der Küche Kartoffeln schälte. Wenn man sie fragte, woher sie diese Dinge wisse, antwortete sie mit einem Satz, den auch Don Bosco viele Male wiederholt hatte: “Ich habe geträumt!”

2004 sprach Papst Johannes Paul II. Schwester Eusebia Palomino Yenes selig.

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