Schule macht Zukunft

Amstettner besuchen Roma-Projekt von Salesianerpater Martin Jilek in Bulgarien.
Pater Martin Jilek SDB mit Silvia und Leo Bill am Ort, wo die neue Schule errichtet werden soll.

Pater Martin Jilek hat in der Salesianerpfarre Amstetten Herz Jesu großen Eindruck hinterlassen. Zu Recht – denn er ist ein Mann der Tat und ein großer Freund der Jugend, ganz besonders von benachteiligten jungen Menschen.

So wie es eben auch sein Ordensgründer war, der heilige Johannes Bosco. Seit 2005 wirkt der gebürtige Tscheche in Bulgarien unter der kleinen römisch-katholischen Minderheit der Stadt Stara Zagora, wo er mit Mitbrüdern eine Salesianer-Niederlassung errichtete. Dort unterstützt er die Volksgruppe der Roma: Ab Oktober soll ein von ihm initiiertes Zentrum geschaffen werden, das Kirche, Schule und Jugendzentrum umfasst.

Die Freundschaft zwischen der Amstettner Familie Bill und dem Salesianerpriester, der zwischen 2004 und 2005 in der Pfarre Herz Jesu Jugendseelsorger war, hielt sich über die Jahre. Und so nutzten das Ehepaar Richard und Silvia und Sohn Leo ihren Urlaub, um das Sozialprojekt vor Ort zu besichtigen. Silvia Bill erzählt, dass Pater Martin die tristen Lebensumstände der Roma verbessern will. In Stara Zagora leben rund 140.000 Einwohner, darunter rund 20.000 Roma. Diese werde in Stara Zagora höchstens geduldet, aber sie bekämen kaum öffentliche Unterstützung. Pater Martin setzt daher mit dem geplanten Zentrum auf Schulbildung.

Der Priester möchte eine gute Schule errichten, dass auch die Kinder der bulgarischen Mehrheitsbevölkerung künftig die Bildungseinrichtung besuchen. Denn damit schaffe man Annäherung und ein neues Miteinander zwischen den Volksgruppen, ist Pater Martin überzeugt.

(Wolfgang Zarl)

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