Schiffsprozession am Wörthersee

Mit Maria und 20 LKW-Batterien über den See
© Christina Natascha Kogler

1954 wurde eine Muttergottesstatue aus Fatima per Schiff in die Pfarre St. Josef-Siebenhügel geholt. Seitdem wird am Wörthersee gepilgert.

Im vom Papst ausgerufenen marianischen Jahr 1954 kaufte die Klagenfurter Pfarre St. Josef in Fatima eine Marienstatue. 
"Studenten aus Wien nahmen die Statue aus Portugal bis Velden mit; dort wartete sie in der Kirche, während in St. Josef überlegt wurde, wie man sie am würdigsten nach Klagenfurt bringen könnte. Es ist überliefert, dass der Pfarrer von St. Ruprecht zum Pfarrer von St. Josef sagte: Dir fällt ja noch ein, dass du sie mit dem Schiff herunterbringst! - Genau so geschah es", erzählt Walter Martitsch, der mittlerweile Pfarrchronist ist und bei der Schiffsprozession schon als achtjähriger Ministrant dabei war. Diese Lichterprozession gefiel den Menschen derart gut, dass sie im Jahr darauf wiederholt wurde und seitdem jährlich Zigtausende Pilger an den Wörthersee lockt.

20 LKW-Batterien
Die Statue wurde stets würdig präsentiert, auf einen mit Blumen geschmückten Sockel gestellt. "Die Dekorationselemente waren mit kleinen Birnchen beleuchtet, allein die Krone hatte 200. Weil es am Schiff noch keinen Strom gab, haben wir 20 LKW-Batterien geholt. Vier Stunden mussten sie die vielen Birnchen zum Leuchten bringen", weiß Martitsch. Zur Beschallung gab es 40 Lautsprecher.

Maria, das weibliche Element in der Kirche
"Auch Don Bosco war ein glühender Marienverehrer", erinnert der Salesianerpater Herbert Salzl, Stadtpfarrer von St. Josef. "Maria stellt das weibliche Element in der Kirche dar. Sie war der erste Mensch im Neuen Testament, der Ja zu Gottes Plan sagte. Gott ist über Maria Mensch geworden. Also ist der Weg von uns über sie zu Gott wohl der richtige."

(Christina Natascha Kogler/krone/red)

Pfarrchronist Walter Martitsch mit dem Plakat aus 1955 © Christina N. Kogler

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