Rechte der Menschen respektieren

Don Bosco Flüchtlingswerk zum Welttag der Flüchtlinge und Migranten.
Wichtig ist es, den Mensch im Flüchtling zu sehen und humanitäre Verpflichtungen zu erfüllen.

Entlang der geschlossenen Balkanroute sind zehntausende Flüchtlinge, darunter viele Minderjährige, schutzlos eisigen Temperaturen ausgesetzt. „In Ungarn und Serbien schlafen Flüchtlinge unter freiem Himmel oder in unbeheizten Zelten, auf den griechischen Inseln sitzen tausende Flüchtlinge fest und trotz der Versprechungen und Ankündigungen der EU bessert sich die Lage kaum“, empört sich Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes, das von den Salesianern, den Don Bosco Schwestern und „Jugend Eine Welt“ getragen wird. Kern weiter: „Wir sind im Rahmen der Genfer Flüchtlingskonvention dazu verpflichtet, den Menschen zu helfen. Der Winter ist noch lange nicht vorbei.“

Angemessene Sprachkultur
Hasspostings im Internet und die teils fremdenfeindliche Debattenkultur der Politik sieht Kern mit großer Sorge. „Der zunehmenden Aggressivität im Internet und in der öffentlichen Sprachkultur muss entgegengewirkt werden. Die Verrohung ist erschreckend. Asylwerber dürfen nicht mit gewaltbereiten Ausländern in einen Topf geworfen werden sondern müssen als Menschen gesehen werden, die zum Wohlstand und zum Fortschritt aller beitragen können“, sagt Kern. „Politik und Medien müssen sich ihrer Verantwortung bewusst sein und sich einer überlegten und achtsamen Wortwahl bedienen.“

„Apropos Sprache“, so Kern abschließend: „Eine aktuelle Erhebung von SOS-Mitmensch zeigt große Unterschiede bei Deutschkursangeboten und Kursintensität in den Bundesländern. Ein bundesweit einheitliches Vorgehen beim Deutschkursangebot ist notwendig. Die gemeinsame Sprache ist ein wesentlicher Faktor zu einer gelingenden Integration.“

(dbf)

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