Protest gegen die Zerstörung von Kreuzen

Salesianerkardinal Zen: In Hong Kong nimmt die Religionsfreiheit ab.

Dutzende Christen aller Konfessionen haben am Sonntag, dem 24. April 2016 gemeinsam mit Salesianerkardinal Joseph Zen SDB in Hongkong gegen die Zerstörung christlicher Symbole durch die chinesische Regierung protestiert. Ähnlich wie dies bereits in anderen Regionen Chinas geschehe, beginne nun auch in der nunmehrigen Sonderverwaltungsregion, die einst britische Kolonie war, die Religionsfreiheit spürbar abzunehmen, kritisierte Zen laut einem Bericht des römischen Nachrichtenportals "Asianews" vom Montag. Die öffentliche Anklage und Vorkehrungen seien nötig, damit Hongkong nicht dasselbe Schicksal ereile wie China.

Über 2.000 Kreuze seien seit dem Beginn der Regierungskampagne gegen christliche Symbole Ende 2013 allein in der Provinz Zhejiang entfernt oder zerstört worden, erklärten die Protestierenden bei der Kundgebung vor dem Hongkonger Verbindungsbüro der Regierung der Volksrepublik China. Etliche Priester und Pastoren, die sich dagegen zur Wehr gesetzt hatten, seien inhaftiert worden. Die Demonstranten forderten ihre Freilassung.

Die Proteste waren eine Reaktion auf ein Treffen von Chinas Präsident Xi Jinping mit Vertretern der Einheitsfront, welche die nicht-kommunistischen Gruppen der chinesischen Gesellschaft Chinas vereint, das am Samstag stattgefunden hatte. Jinping hatte dabei hervorgehoben, dass religiöse Gruppen in China der Führung der kommunistischen Partei zu gehorchen hätten und nur "unbeugsame marxistische Atheisten" Parteimitglieder sein dürften. Gegen die "Infiltrierung aus Übersee über religiöse Wege" müsse sich die Partei schützen.

(KAP)

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