Ordenstag Young

Michal Klučka moderierte das Vernetzungstreffen für junge Ordensleute
Moderator des Ordenstag Young war der Salesianer Michal Klucka. (c) Lisa Huber

Junge Ordensleute machten Auftakt für Herbsttagung der Orden
50 junge Ordensleute aus ganz Österreich haben mit dem bereits zur Tradition gewordenen "Ordenstag Young" die Herbsttagungen der Ordensgemeinschaften 2021 eröffnet. Das Treffen fand aufgrund des am Montag begonnenen Corona-Lockdowns als Videokonferenz statt.

Die Online-Begegnung, solle zur "Ermutigung, Stärkung und Inspiration" beitragen, hob der Salesianer Michal Klučka hervor, der den  "Ordenstag Young" moderierte.

Vielfältige Aufgabengebiete der jungen Ordensleute
Das Aufgabengebiet junger Ordensleute ist enorm breit gestreut, zeigte der Austausch eindrucksvoll. Etliche junge Ordensfrauen sind in Krankenhäusern tätig, betreuen Krebskranke oder kümmern sich um Menschen mit Behinderungen. Zuständigkeiten für den Kultur- und Tourismusbetrieb eines Klosters wurden ebenso genannt wie Lehrtätigkeit, die Abhaltung von Glaubenskursen für Flüchtlinge oder die Jugendpastoral. Viele bezeichneten das Gespräch, die eucharistische Anbetung oder das Fürbittgebet als ihre wichtigsten Dienste. Rund ein Dutzend der Beteiligten stammten aus Afrika, Asien und Lateinamerika, mit Einsätzen in Österreich vor allem in Pflegetätigkeiten, Mesnerdiensten, in Klosterküchen und Kindergarten oder in der Jugendseelsorge.

"Das Ordensleben verlangt und ermöglicht mir, alles auf eine Karte zu setzen. Es gibt meinem Leben einen konkreten Sinn. Greifbar wird dies durch Verzicht, zum Beispiel auf die eigene Familie. Es zeigt sich aber auch dadurch, dass für mich neben Gott und meiner Gemeinschaft eine besondere Zielgruppe wie junge Menschen meine ganze Aufmerksamkeit und meinen ganzen Einsatz bekommen", beschreibt Michal Klučka seinen Ordensweg.

Auch Ordensleuten geht es so, dass sie "oft im Chaos der Schlagzeilen versinken und manchmal gerne den Kopf in den Sand stecken würden", schilderte eine Teilnehmerin ihre Wahrnehmung der Pandemie. Zur Bewältigung greifen die jungen Vertreter der geistlichen Berufe auf verschiedene Ressourcen zurück: Gebet und Gemeinschaftsleben sind eine große Hilfe, ebenso jedoch auch Musik und Kreativität, zeigte der Austausch. In Gesprächen mit anderen, "darf ich oft entdecken, dass Gott tatsächlich in unserem konkreten Leben wirken will", formulierte eine Ordensfrau. Eine Klausurschwester erklärte, bei den jeweiligen Herausforderungen des Einsatzes "den Heiligen Geist" zu erkennen in neuen Möglichkeiten, die sich oft scheinbar zufällig ergäben; für einen als Lehrer tätigen Mönch tritt dies ein, wenn er "mit der Sicht Jugendlicher konfrontiert" wird.

Impulse als Ausgangspunkt für Gespräche lieferte Angelika Hirschenberger von der Koordinierungsstelle JAKOB durch die Vorstellung eines aus der Bibel und Psychologie inspirierten Modells von fünf Diensten, in denen sich Ordensleute wiederentdecken könnten. "Bin ich Prophet, Apostel oder Hirtin, Lehrerin oder gar Evangelist?", fragte die Geschäftsführerin der Einrichtung der Bischofskonferenz, die sich um die österreichweite Vernetzung der Jugend-Apostolate von kirchlichen Bewegungen und neuen Gemeinschaften, Orden, Initiativen und Gebetskreisen bemüht. Jeder Idealtyp geistlicher Berufung, von dem Ordensleute oft mehrere zugleich verkörpern, habe besondere Stärken, Aufgaben, Rollen, Risiken und Bedürfnisse, so die Coaching-Expertin.

Auch in der virtuellen Variante mündete das Treffen der jungen Ordensleute in ein gemeinsames Gebet. Den Abschluss bildete ein Online-Primizsegen des beteiligten Neupriesters.

 

(kathpress/red)

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