Neuer Oberhirte für Diözese Passau

Am 24. Mai wurde Pater Stefan Oster SDB zum neuen Bischof von Passau geweiht.
Neuer Bischof von Passau: Salesianerpater Stefan Oster

Zu einem eindrucksvollen Fest gestaltete sich die Bischofsweihe unseres Mitbruders Pater Stefan Oster SDB im Passauer Dom. Mit Pater Herbert Salzl, Pater Josef Vösl, Herrn Johannes Haas und Herrn Peter Rinderer war die Österreichische Salesianerprovinz würdig vertreten.

Schon eine Stunde vor Beginn war der Domplatz voll besetzt. Auf einer Videowand konnten alle das Geschehen gut mit verfolgen. Unter feierlichen Glockengeläut und Orgelspiel bewegte sich der lange Zug in den Dom. Sobald der Weihekandidat sichtbar wurde, brauste Beifall auf.

Die Feier wurde von verschiedenen Gruppen gestaltet. So spielte und sang der Domchor und das Domorchester das Ordinarium (Missa Sancti Nicolai, Hob. XXII:6) von Joseph Haydn. Auch der Gebetskreis „God for You(th)“ aus Benediktbeuern wirkte neben vielen anderen Gruppen mit. Als Lektorin wirkte Frau Karin Ries, die Schwester des neuen Bischofs.

Hauptkonsekrator war Erzbischof Reinhard Kardinal Marx von München und Freising. Mitkonsekratoren waren der em. Erzbischof von Salzburg Alois Kothgasser SDB und der em. Bischof von Passau Wilhelm Schraml.

In seiner Predigt kam Kardinal Marx immer wieder auf das Fest Maria, Hilfe der Christen, zu sprechen, das ja in Passau seinen Anfang nahm und zuerst mit dem Gnadenbild von Lucas Cranach, dessen Original sich im Dom zu Innsbruck befindet, im bayrisch-österreichischen Raum große Verbreitung fand. Die Maria-Hilf Verehrung hat Don Bosco aufgegriffen und wurde durch die Salesianer in der ganzen Welt verbreitet. Als Beispiel wurde das Marienheiligtum von Sheshan bei Shanghai, China, erwähnt, das Papst Benedikt XVI. zum zentralen Marienheiligtum von China erhob.

Der neugeweihte Bischof bedankte sich bei allen, die ihn auf seinen bisherigen Weg begleitet hatten, in ganz besonders herzlicher Weise bei seinen Eltern, die „von Anfang an ihm das Gefühl gaben, geliebt zu sein – ohne jede Vorleistung – und ihm so den Zugang zur Liebe Gottes erleichterten.“

In Anspielung an die Bitte Salomons (vgl. 1 Kön 3,9) will auch er sich ein „hörendes Herz“ vom Herrn erbitten, um die Diözese in Gerechtigkeit und Liebe leiten zu können. Weiters wünscht er sich eine Gemeinschaft mit positiver Ausstrahlung, sodass die Leute wie bei Sacharia sagen: „Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört: Gott ist mit Euch (Sach 8,23).“

Bei der vom Konkordat vorgesehen Vereidigung auf die Bayrische Verfassung am 8. Mai 2014 in München wünschte Ministerpräsident Horst Seehofer dem designierten Bischof: "Erhalten Sie sich Ihre Menschlichkeit und Ihren heiteren Geist." Stefan Oster wiederum warb für einen „breiten Schulterschluss“ von Politik, Medien, Gesellschaft und Kirche, besonders wenn es um die Achtung der Würde des Menschen, insbesondere des jungen Menschen geht.

Der Ministerpräsident bot dem neuen Bischof im Namen seiner Regierung eine vertrauensvolle Zusammenarbeit an. Oster sagte, er wolle in seinem neuen Amt dafür mit Sorge tragen, "dass das Gemeinwesen Staat auch menschlich bleibt". Sein Ordensgründer Don Bosco habe das pädagogische Ziel verfolgt, dass aus seinen jungen Schützlingen nicht nur gute Christen, sondern auch gute Staatsbürger würden.

(Vgl. fam/jmo/Josef Vösl SDB)

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