Meine zweite Heimat ist in Oberösterreich

Don Tadeusz Rozmus beendete die außerordentliche Visitation der österreichischen Provinz.
2015 wurde Don Rozmus zum Regionalrat gewählt, seither begleitet er im Auftrag des Generaloberen seine Mitbrüder in 33 Ländern.

Don Tadeusz Rozmus (62) ist als Regionalrat der Salesianer für Zentral- und Nordeuropa viel unterwegs. 
Im Februar und März war Don Rozmus mehrere Wochen in Österreich zur außerordentlichen Visitation der Provinz und besuchte alle Einrichtungen. Dabei traf er nicht nur die Salesianer sondern auch die Don Bosco Familie, die Partnerorganisationen und die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Welche salesianischen Inhalte und Charismen sind in Zentral- und Nordeuropa wichtig?
Unsere salesianische Identität hat wirklich oberste Priorität. Das ist nicht nur die Ausbildung unserer jungen Mitbrüder – wir haben derzeit 15 Ausbildungsgemeinschaften in Europa, eine davon in Wien –sondern auch unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Von dieser Qualität hängt die Zukunft Don Boscos in Europa ab. Kompetenzen und Fachwissen werden immer wichtiger. Lebenslanges Lernen ist selbstverständlich. Aber zusätzlich müssen wir wissen, wie wir heute junge Menschen in der Erziehung, in der Sozialarbeit und in der Ausbildung begleiten.

Das Abschlussfoto zum Ende der außerordentlichen Visitation

Wie haben Sie den Besuch des Generaloberen in Österreich erlebt?
Das Programm war sehr gut vorbereitet und die Don Bosco Familie war sehr präsent. Es war für mich übrigens das erste Mal, dass eine außerordentlichen Visitation mit einem Besuch von Don Àngel zusammenfällt.

Sie waren schon mehrfach in Österreich? Welche Beziehung haben Sie zu Österreich?
Ich habe eine besondere Beziehung zu Österreich. Als junger Salesianer war ich in Linz zum Deutsch lernen. Bei Pater Stummer auf der Ranch habe ich vor allem auch Dialekt gelernt, was sehr interessant war, da ich am Anfang natürlich überhaupt nichts verstanden habe. Einige Jahre später wurde ich zur Urlaubsvertretung als Priester nach Schärding eingeladen. Seit 15 Jahren bin ich nun im Sommer als Aushilfe in Sankt Roman und Münzkirchen. Ich habe schon Freundschaften geknüpft, Kinder getauft und Trauungen gehalten. Oberösterreich ist wirklich zu einer zweiten Heimat für mich geworden. Eines ist allerdings offen: Ich war noch nie in Mariazell. Vielleicht geht sich dieses Jahr eine Pilgerfahrt zur Magna Mater Austria aus.

Wie ist die Zusammenarbeit der Salesianer in Europa?
Das klappt wirklich gut. Die Länder haben zwar unterschiedliche Kulturen, Sprachen, Mentalitäten und historische Hintergründe, aber wir haben dasselbe Charisma. Einmal im Jahr gibt es ein Treffen der Provinziale – dieses Jahr ist das Treffen in Slowenien – und dann gibt es noch Konferenzen nach Regionen. Und 2019 werden bereits die 27. Internationalen Salesianischen Jugendspiele (Polisportive Giovanili Salesiane) ausgetragen – ein schöner Moment für den Austausch der Jugend in Europa.

(sl)

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