Mehr Unterstützung gesucht

Don Bosco Flüchtlingswerk besucht am 18.5. ab 22:40 Uhr den Puls 4 News-Talk "Pro & Contra".
Foto: Mascha Verkooijen

Über 1.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge warten in Erstaufnahmezentren auf sozialpädagogische Betreuungsplätze. Die Schaffung von neuen Quartieren gestaltet sich allerdings schwierig und langwierig. Dazu Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes: „Passende und vor allem leistbare Immobilien sind schwer zu finden. Danach muss die kostenintensive Adaptierung der Immobilie nach den Auflagen der Kinder- und Jugendhilfe umgesetzt werden. Unterstützung des Bundes und der Länder bei der Schaffung von Quartieren würde wertvolle Zeit sparen. Ebenso sollten langfristige Pläne erarbeitet werden, die aktuelle Krisen und Prognosen ins Kalkül ziehen und eine realistische Planung ermöglichen.“

Nicht nur reden, sondern handeln
Bund und Länder müssen endlich Verantwortung übernehmen und unterstützend tätig werden. „Wichtig ist eine langfristige, realistische Planung welche die Voraussetzung für eine gute Flüchtlingsversorgung ist. Eine Anpassung der Tagsätze, Förderungen für die Instandsetzung der neuen Unterbringungsmöglichkeiten und Engagement bei der Suche nach geeigneten und leistbaren Immobilien“, so Kern.

Verantwortung übernehmen und Kinderrechte wahren
Kinder haben, ganz egal woher sie kommen, Rechte. „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge müssen gemäß der UN Kinderrechtskonvention, der sich Österreich verpflichtet hat, adäquat betreut werden. Eine Unterbringung von Minderjährigen in Zeltstädten oder Massenlagern, wie sie derzeit in Aussicht gestellt wird, ist unverantwortlich und auch vorübergehend nicht vertretbar“, so Kern abschließend. 

18.05.2015 Puls4: Bei "Pro und Contra" kommt es zum Gipfeltreffen zwischen Opposition und Regierung
Flüchtlingskrise: Wie viel Asyl und Zuwanderung verträgt Österreich? 

Es ist die größte Flüchtlingskrise seit Ende des Jugoslawienkonflikts. Allein in Österreich werden 2015 über 50.000 Menschen erwartet, die um Asyl ansuchen. Wie geht Österreich mit diesem Flüchtlingsstrom um? Wie viel Asyl und Zuwanderung verträgt der Arbeitsmarkt in Österreich?

Die zuständigen Minister, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Arbeits- und Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) stellen sich bei "Pro und Contra" den beiden Oppositionschefs Strache (FPÖ) und Glawischnig (Grüne) - und präsentieren, welche Maßnahmen sie für Österreich planen.

Seitens des Don Bosco Füchtlingswerkes sind bei der Aufnahme dabei Eva Kern (Geschäftsführerin), Claudia Hölbling (Kommunikation) sowie zwei junge Flüchtlinge.

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