Legale Migrationswege

Mehr Solidarität mit Flüchtlingen und zur Schaffung legaler Fluchtmöglichkeiten auf.
Foto: Mascha Verkooijen

Im Jahr 1914, unter dem Eindruck des ersten Weltkrieges, wurde der Welttag der Migranten und Flüchtlinge von Papst Benedikt XV. ins Leben gerufen. Der Krieg forderte rund 17 Millionen Menschenleben. Millionen Europäer suchten damals Schutz vor Gewalt, Hunger und Not.


Dazu Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes: „Heute, knapp hundert Jahre später, kann Europa in Frieden leben. Menschen in Syrien, Afghanistan, im Irak, in Somalia und in vielen anderen Ländern haben nicht so viel Glück, denn dort wüten Kriege und toben Kämpfe. Millionen Menschen werden getötet, gefoltert, versklavt und leiden Hunger und Not. Aktuell verzeichnet die UNO die höchste Flüchtlingszahl seit dem zweiten Weltkrieg. Und was macht Europa? Europa schirmt sich ab und macht die Grenzen dicht.“

Lebensgefährliche Fluchtrouten
Flüchtlinge, die die Flucht nach Europa dennoch wagen, setzen ihr Leben aufs Spiel. Dazu Kern: „Laut UNO nahmen im Jahr 2014 rund 348.000 Menschen gefährliche Schiffsüberfahrten auf sich, um Gewalt, Verfolgung oder wirtschaftlicher Not zu entkommen. Etwa 4.270 sind dabei ums Leben gekommen. Das Mittelmeer ist zum Massengrab geworden. Wir müssen handeln, nicht wegsehen.“

Legale Migrationswege
Wer in Europa Schutz finden will, kann nur innerhalb Europas einen Asylantrag stellen, darf aber nicht legal nach Europa reisen. „Wir brauchen legale Fluchtmöglichkeiten und Migrationswege nach Europa. Wenn wir Flüchtlinge anerkennen, müssen wir ihnen auch die Möglichkeit geben, legal flüchten zu können. Indem wir aber Schutzsuchenden die legale Einreise verwehren, zwingen wir sie geradezu, die Dienste von Schleppern in Anspruch zu nehmen, die ein Geschäft mit der Not der Ärmsten machen. Es ist Zeit für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik, Europa darf keine unbezwingbare Festung sein“, so Kern abschließend.

Das Don Bosco Flüchtlingswerk Austria ist eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von "Jugend Eine Welt" mit dem Ziel, sich für unbegleitete junge Flüchtlinge in Österreich einzusetzen.

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