Leben im Amazonas

Der österreichische Missionar Pater Hohenscherer war auf Heimatbesuch.

Die Männer schwitzen, schnaufen, man merkt ihnen die Anstrengung an. Alle paar Monate muss Pater Norbert Hohenscherer mit seinen Helfern das kleine Elektroboot über die Stromschnellen des Rio Negro schleppen. Erst dann beginnt die tagelange Flussfahrt ins von der Hauptstadt Manaus 900 km entfernt gelegene Jauareté, eine kleine Missionarssiedlung im Regenwald Brasiliens.

Es sind jetzt 50 Jahre her seitdem Gott den 1937 geborenen Steirer in die Mission gerufen hat. Seit 1966 lebt und arbeitet der Salesianerpater, ein gelernter Schneider, in der kleinen, von europäischen Missionaren vor 500 Jahren gegründeten Siedlung mitten im Amazonasgebiet. 1970 wurde er zum Priester geweiht in der alten Holzkirche von Jauareté, seit dem ist er in der Missionarsarbeit im Geiste Don Boscos bei der dort ansässigen indigenen Bevölkerung tätig. Der Orden schuf lebenswerte Bedingungen für die einstigen Sklaven der portugiesischen Kolonialherren. Es wurden Siedlungen errichtet, die Region wurde erstmals mit Strom versorgt, Schulen wurden für die Kinder gebaut und ein Krankenhaus. Besonders stolz ist P. Norberto auf die von ihm selbst geplante und erschaffene Kirche. Täglich finden dort fünf heilige Messen statt, dabei ist die Kirche jedes Mal bis zum letzten Platz gefüllt.

Im Jänner war Pater Norberto in Österreich um Vorträge über sein Leben im Amazonas zu halten. Er berichtete anschaulich über seine Arbeit. Könnte er sich vorstellen wieder in Europa zu leben? Darauf lächelt er und sagt: „Nein, mein Platz ist dort, die Menschen brauchen mich. In Brasilien sind wir arm, aber wir leben in Frieden.“

Mit einer Spende an die Don Bosco Mission Austria können Sie die Arbeit von P. Norbert Hohenscherer SDB unterstützen: IBAN: AT33 6000 0000 9001 3423; BIC: BAWAATWW
Ihre Spende ist steuerlich absetzbar, Registrierungsnummer: SO2476

(Brigitte Sonnberger)

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