Lasset Taten folgen

Don Bosco Flüchtlingswerk begrüßt Zusage, Quartiere für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitzustellen.
Für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge braucht es qualifizierte Betreuungsplätze. (Foto:Florian Rainer)

Über 1.000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) warten zurzeit in Erstaufnahmezentren auf altersgerechte Betreuungsplätze. Dazu Eva Kern, Geschäftsführerin des Don Bosco Flüchtlingswerkes: „Schon seit Jahren wird auf das Fehlen von sozialpädagogischen Betreuungsplätzen für minderjährige Flüchtlinge hingewiesen. Wir freuen uns über die Zusage, bis zum Sommer altersgerechte Unterbringungsmöglichkeiten zu schaffen“, und weiter: „Wir bedauern es aber, dass keine konkreten Maßnahmen zur raschen Umsetzung vorgeschlagen wurden. Wichtig wären eine geregelte Obsorge für UMF, eine Anpassung der Tagsätze und Förderungen für die Instandsetzung der neuen Unterbringungsmöglichkeiten, da die Tagsätze keine Investitionen zulassen.“

Realistische Kostensätze
Der Grundversorgungshöchsttagsatz für UMFs liegt derzeit bei 77 Euro. „Dieser Betrag ist zu niedrig. Der Tagsatz für einheimische Kinder beginnt bei 120 Euro aufwärts, bei nahezu gleich verlangter Leistung“, so Kern. „Es liegt an der Bundesregierung, endlich Gleichheit im Sinne der Kinderrechtekonvention zu schaffen. Wir brauchen dringend realistische Kostensätze, die den jungen Flüchtlingen bessere Startchancen eröffnen. Eine lediglich an den Verbraucherpreisindex angepasste Erhöhung ist keine Lösung.“

Das Don Bosco Flüchtlingswerk Austria ist eine Initiative der Salesianer Don Boscos, der Don Bosco Schwestern und von "Jugend Eine Welt" mit dem Ziel, sich für unbegleitete junge Flüchtlinge in Österreich einzusetzen.

(Flüchtlingswerk)

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