Keine Mauer im Cremisan-Tal

Israelisches Höchstgericht verbietet den Mauerbau im Cremisan-Tal.
1883 gründeten die Salesianer die Niederlassung auf den Ruinen eines byzantinischen Klosters aus dem 7. Jahrhundert.

Die Trennmauer zwischen Israel und dem Westjordanland wird doch nicht durch das Tal von Cremisan im Gemeindegebiet von Beit Jala geführt werden. Das israelische Höchstgericht hat den Antrag des Verteidigungsministeriums auf eine Trassenführung im Cremisan-Tal zurückgewiesen. Dies berichtet am Gründonnerstag die italienische katholische Nachrichtenagentur SIR unter Berufung auf Quellen aus dem lateinischen Patriarchat von Jerusalem.

Von der Trennmauer im Tal von Cremisan wären 58 christliche Bauernfamilien aus Beit Jala betroffen gewesen, aber auch zwei große Ordenshäuser der Don Bosco Schwestern und der Salesianer Don Boscos. Die Schwestern betreiben einen Kindergarten und eine Volksschule mit 400 Schülerinnen und Schülern. Das Kloster der Salesianer Don Boscos führt seit 125 Jahren das Weingut Cremisan, dessen Produkte weit über das Heilige Land hinaus geschätzt werden. Der Erlös aus dem Weinbau wird für den Unterhalt von Don Bosco Schulen und Berufsausbildungszentren investiert.

Die katholische Kirche im Heiligen Land hat sich seit Jahren gemeinsam mit den betroffenen Bauern und Ordensleuten gegen den Bau der Trennmauer im Cremisan-Tal engagiert.

Den Wein aus Cremisan können Sie übrigens bei Jugend Eine Welt in Österreich bestellen.

(KAP)

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