Kar- und Ostertage in Jerusalem

Eine kleine Pilgergruppe aus Österreich machte sich ins Heilige Land auf.

Schwester Martina Kuda, die gemeinsam mit Thomas Fankhauser die Reise leitete, berichtet: 

"Es war eine besondere Erfahrung, gerade zu dieser Zeit – in der wir des Leidens, Sterbens und Auferstehens Jesu gedenken – mit einer Gruppe junger Erwachsener an jenem Ort zu sein, an dem sich dieses Geheimnis des Glaubens zugetragen hat. Im Mittelpunkt dieser Tage stand, das Leben Jesu besser kennenzulernen und so auch unseren Glauben, unsere Beziehung zu Jesus Christus zu vertiefen.

Gleich am ersten Tag nahmen wir an der Palmprozession von Betfage nach Jerusalem teil. Es ist das jährlich größte Ereignis der katholischen Kirche in Israel, die ja sonst dort als Minderheit kaum auffällt. Singend und tanzend zieht eine große Menschenmenge mit Palmzweigen in der Hand in die Altstadt Jerusalems und gedenkt so des Einzugs Jesu in Jerusalem. So tauchten wir gleich in die Atmosphäre dieses Ortes mit seiner besonderen Geschichte ein.

Auf dem vom Berg der Seligpreisungen zum See Genezareth

Wir erlebten sowohl stille, besinnliche Momente, wie zum Beispiel beim Gehen in Stille vom Berg der Seligpreisungen zum See Genezareth, oder im Betrachten der Weite der Wüste Juda, als auch bewegte, bunte, durchaus auch laute Momente im Wahrnehmen der Vielfalt der Kulturen, Sprachen und Religionen in der Jerusalemer Altstadt.

Nachdem am Karsamstag aufgrund der Osterfeier der Orthodoxen Christen das Leben der Stadt diesbezüglich sehr geprägt war, war die Osternachtsfeier um 3 Uhr in der Früh in der deutschen Benediktinerabtei Dormitio, dann wie ein Heimkommen. Wir genossen die Art und Weise, wie diese Liturgie gestaltet war und auch die Tatsache, dass sie in unserer Sprache war.

Wenn ich nun auf diese Tage zurückblicke fällt mir auch noch der besonders schöne Gesang unserer Gruppe ein, der alle Ereignisse begleitet hat. In jeder Kirche die wir besuchten stimmten wir zumindest ein Lied an und manchmal sangen wir spontan ein Lied nach dem anderen und andere Pilger gesellten sich zu uns um zuzuhören oder mitzusingen. Das war ein besonders schönes Erleben von Kirche als Volk Gottes auf dem Weg.

Die vielen verschiedenen Eindrücke sowie auch der Gesang unserer Pilgergruppe werden sicherlich noch lange in den Alltag hinein nachklingen."

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