Jubiläumsfahrt nach Vorarlberg

Zum 100-Jahr-Jubiläum der Provinz besuchten Schwestern und Mitarbeiter/innen die ehemaligen Niederlassungen
30 Teilnehmer/innen fuhren am 14. Mai 2022 ins Ländle zu den ehemaligen Wirkungsstätten der Don Bosco Schwestern.
30 Teilnehmer/innen fuhren am 14. Mai 2022 ins Ländle zu den ehemaligen Wirkungsstätten der Don Bosco Schwestern.

Am 14. Mai machten sich 30 Teilnehmer/innen bei bestem Wetter auf den Weg ins Ländle. Eingeladen waren alle Mitarbeiter/innen unserer Einrichtungen in Stams, Telfs, Mils und Hall. Da wir pädagogische Einrichtungen besuchten, bot sich das als willkommener Betriebsausflug an.

Unsere erste Station war Jagdberg bei Schlins:

FRÜHER:
Jagdberg war die erste Niederlassung der Don Bosco Schwestern in Österreich. Sie wirkten dort von 1928 bis 1939. Die Salesianer übernahmen die „Erziehungsanstalt“ des Vorarlberger Kinderrettungsverein, den Schwestern wurden Küche, Wäsche sowie die Betreuung der Buben von vier bis sieben Jahren anvertraut (ca. 20 Buben). Mit der Übernahme des Heimes durch die Nationalsozialisten, die die Anstalt selbst weiterführten, wurde mit 9. Juni 1939 das Wirken der Salesianer und Schwestern am Jagdberg beendet und nach dem Krieg nicht wieder aufgenommen.

HEUTE:
Heute befindet sich in den gut sanierten Gebäuden die Einrichtung PÄDAKOOP für Kinder und Jugendliche vom Vorarlberger Kinderdorf. Sie führen eine Privatschule mit Werkstätten und Wohngruppen.

Die geplante Führung musste leider kurzfristig abgesagt werden. Sr. Martina Kuda erzählte vor dem Gebäude über die Einrichtung. Ganz spontan konnten wir allerdings die Einrichtung JUPIDENT in der Nähe besuchen. Die Einrichtungsleiterin freute sich und empfing uns mit Erfrischungen.

JUPIDENT bietet stationäre Betreuung für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung in Wohngemeinschaften zu acht Kindern, einer Sonderschule, einer Berufsvorschule für Jugendliche und einem heilpädagogischen Kindergarten.
Es war schön für uns zu sehen, dass am Jagdberg tolle pädagogische Einrichtungen ganz im Sinn Don Boscos weiterwirken.

Jagdberg war die erste Niederlassung der Don Bosco Schwestern in Österreich.
Jagdberg war die erste Niederlassung der Don Bosco Schwestern in Österreich.
Die Einrichtung JUPIDENT in Jagdberg bietet Betreuung für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung an.
Die Einrichtung JUPIDENT in Jagdberg bietet Betreuung für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung an.

Weiter ging die Fahrt auf den Viktorsberg
In der Kirche versammelten wir uns zu einem Gebetsmoment. Anstelle der Lesung hörten wir berührende Passagen aus den Chroniken von Jagdberg, Viktorsberg und Bludenz. Auch baten wir die „Mutter vom guten Rat“ um ihre Hilfe für unsere Einrichtungen zu Hause. Am Friedhof besuchten wir das Grab unsere Mitschwestern und zündeten eine Kerze an.

FRÜHER:
1936 wurde den Schwestern die Leitung des Heimes für erziehungsbedürftige Mädchen anvertraut, auch deren Unterricht. Sie richteten auch ein Oratorium und einen Kindergarten ein. 1946 wurde ein Sanatorium für Kinder mit Knochentuberkulose eingerichtet, 1953 eine Sonderschule für diese Kinder. 1956 wurde ein extra Haus, die „Sonnenheilstätte“ gebaut (heute Hotel Viktor). Nachdem der Bedarf nicht mehr gegeben war, verließen die Schwestern 1985 den Viktorsberg.

HEUTE:
Das Seminarhotel Viktor gibt es seit 1999 und es ist eine integrative Ausbildungsstätte der Lebenshilfe Vorarlberg. Im Bereich Gastronomie und Tourismus kann eine Lehre absolviert werden. Zurzeit sind 15 Auszubildende mit einer Behinderung bis zu 30% beschäftigt. Das 3-Sterne-Hotel hat 41 Betten und die Küche ist hervorragend. Das Besondere daran ist auch die Lage mit der wunderschönen Aussicht.

Unsere Gruppe durfte dort zu Mittag essen und ein besonderes Menü genießen. Im Anschluss bekamen wir noch eine kleine Führung durchs Haus.

Unser nächster Programmpunkt war ein Besuch der Wallfahrtskirche in Rankweil, hoch über dem Ort. Dorthin sind oft die Schwestern von Jagdberg und Viktorsberg mit den Kindern gepilgert.

Kirche am Viktorsberg
Am Grab unserer Mitschwestern in Viktorsberg

Letzte Station: der Don Bosco Kindergarten in Bludenz
Wir wurden schon erwartet, im Garten waren Tische mit Blumen aufgestellt, Kaffee und Kuchen standen bereit. Die Kindergartenleiterin mit mehreren Mitarbeiterinnen, der Vorstand vom Pfarrkirchenrat und Salesianische Mitarbeiter/innen hießen uns herzlich Willkommen. Sie erzählten vom Kindergarten und führten uns durch die Räumlichkeiten. Es kam zum Austausch unter den „Kolleginnen“, die Bludenzer freuten sich sichtlich über unseren Besuch und unser Interesse. Der Kindergarten ist groß und geräumig, mit großen Glasfenstern. Das Haus ist noch das ursprüngliche, wurde aber gut saniert.

FRÜHER:
1964 wurden die Schwestern nach Bludenz gerufen, um den Kindergarten zu übernehmen. 1965 wurde der neue Don Bosco Kindergarten für 160 Kinder eröffnet. Insgesamt 12 Schwestern (erste Leiterin war Sr. Paula Rodi) wirkten in den Jahren von 1964 bis 1981 segensreich in diesem Werk.

HEUTE:
Träger ist die Pfarre Herz Mariä. 16 Mitarbeiterinnen arbeiten in vier Gruppen, eine davon ist eine Integrationsgruppe. Sie verfügen über einen großen Bewegungsraum und einen schön gestalteten Garten. Religiöse Angebote gehören zum Alltag, auch wenn viele nichtchristliche Kinder den Kindergarten besuchen. Besonders das Don Bosco Fest wird groß gefeiert und in jedem Raum hängt ein Bild von Don Bosco.

Es war ein toller und beeindruckender Ausflug in die Vergangenheit und es war deutlich zu spüren, wie Don Bosco noch heute in Vorarlberg lebendig ist.

(Sr. Sylvia Steiger)

Herzlicher Empfang im Kindergarten in Bludenz

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