Impuls am Sonntag

von Pater Dietrich Altenburger SDB zu Lk 9,28b-36: Die Verklärung Jesu

Das Besondere an der Kadubul-Blume ist, dass sie selten blüht und dies meist nachts. Bei Tagesanbruch verdorrt sie. Als „Königin der Nacht“ bezeichnet, zählt sie zu den seltenen Pflanzen der Welt. Als unscheinbare Pflanze trägt sie ein leuchtendes Geheimnis in sich.

Erlebten dies Petrus, Johannes und Jakobus nicht auch an Jesus, als er ihnen auf einer ganz neuen Weise auf dem Berg der Verklärung begegnete? Jesus ist nun nicht mehr ein „gewöhnlicher“ Mensch, sondern mehr. Und dieses Erlebnis bewirkt bei ihnen Erstaunen und Angst! Christus strahlt etwas aus, das weit über seine Zeit hinausgeht und ist dennoch kein „Strahlemann“, meint der em. Bischof Franz Kamphaus sinngemäß. Denn Christi Weg führt durch Verwundung, Wunden, Kreuzigung hin zur Auferstehung.

Die Verwundung und Wunden eines Volkes, ganz in der Nähe unseres Landes, erleben wir jetzt. Ein Krisenherd, nicht so weit weg wie andere! Ebenso das Versagen der Politik auch im Sinn eines präventiven Handelns in verschiedenen Bereichen! Das gewünschte Ziel für ein bedrängtes Volk ist klar! Auferstehung!

Zurück zur besonderen Kakteen-Art als leuchtendes Zeichen:
Für jede und jeden von uns kann die Zeit der Vorbereitung auf Ostern eine wichtige Gelegenheit bieten, durch Gebet, Mithilfe bei der Linderung von Nöten der Menschen und Fasten einen Weg einzuschlagen, um die „Strahlkraft Jesu“ wieder neu zu entdecken und zu verspüren.
So kann es gelingen, die „göttliche Strahlkraft“ nicht nur in mir - in uns - zur Entfaltung zu bringen, sondern auch in unserem Lebensumfeld, letztlich in Politik und Kirche(n).

(P. Dietrich Altenburger SDB, Militärpfarrer der MilPfarre NÖ 2 Zwölfaxing beim MilKdo NÖ und AHS-Lehrer in Karenz)

Impuls zum Sonntagsevangelium zu Lk 9,28b-36:

Die Verklärung Jesu
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit sich und stieg auf einen Berg, um zu beten. Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiß. Und siehe, es redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in Herrlichkeit und sprachen von seinem Ende, das er in Jerusalem erfüllen sollte. Petrus und seine Begleiter aber waren eingeschlafen, wurden jedoch wach und sahen Jesus in strahlendem Licht und die zwei Männer, die bei ihm standen. Und es geschah, als diese sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. Er wusste aber nicht, was er sagte. Während er noch redete, kam eine Wolke und überschattete sie. Sie aber fürchteten sich, als sie in die Wolke hineingerieten. Da erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören. Während die Stimme erscholl, fanden sie Jesus allein. Und sie schwiegen und erzählten in jenen Tagen niemandem von dem, was sie gesehen hatten.

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