Impuls am Sonntag

von Karoline Golser zu Mt 1,18-24: Über die Geburt Jesu

Was hat sich Josef wohl gedacht, als Maria ihm zu erklären versuchte, wessen Kind sie unter ihrem Herzen trägt. Lüge? Betrug? Wahnsinn? Für Maria hätte die Schwangerschaft nach damaligem Rechtsstand das Todesurteil bedeutet können.

Josef überlegt, sich von Maria "in aller Stille" zu trennen, sie nicht als Ehebrecherin bloßzustellen. Die Zuneigung zu ihr dürfte so groß gewesen sein, dass er sie schützen wollte.

Das Dilemma löst schließlich ein Traum - ein Zeichen des Himmels: Der Engel Gottes erscheint Josef und übermittelt ihm etwas Besonderes: eine neue Sichtweise, ein Früchte-dich-Nicht vor einer Entscheidung, die jedem gesunden Menschenverstand widerspricht. Die ihm aber, so denke ich, einen Lösungsweg aufzeigt, der Rücksichtnahme, Liebe und tiefes Vertrauen zulässt. Und so nimmt Josef die Frau zu sich, die von sich sagt, die Mutter des Gottessohnes zu sein.

Welches Zeichen des Himmels ist mir geschenkt? Welchen Weg möchte Gott mir aufzeigen? Erkenne ich Seine Zeichen?

(Karoline Golser, Medienreferat der Don Bosco Schwestern, Salzburg)

Impuls zu Mt 1,18-24

Über die Geburt Jesu
Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete - durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe: Die Jungfrau wird empfangen / und einen Sohn gebären / und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, / das heißt übersetzt: Gott mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.

Zurück zur Übersicht

Um die volle Funktionalität unserer Website zu gewährleisten bzw. unser Angebot zu optimieren, setzt unsere Website Cookies. Weiterlesen …