Impuls am Sonntag

von Pater Idczak Blazej SDB zu Joh 20,19-31: Die Erscheinung Jesu vor den Jüngern und der Glaube des Thomas

Christus ist auferstanden. Wahrhaftig auferstanden.
Mit diesem Gruß begrüßen sich die Christen im Osten zur Osterzeit. Die Auferstehung Christi ist die Grundlage für unseren Glauben. Der heilige Paulus schreibt: „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer, leer auch euer Glaube.“.

Ist es schwierig, an die Auferstehung Christi zu glauben? Damals und heute?

Das heutige Evangelium erzählt uns vom ungläubigen Thomas. Aber wenn wir uns die Evangelien genau ansehen, können wir feststellen, dass alle Apostel und Jünger Probleme hatten, daran zu glauben. Tatsächlich glaubten sie den Berichten der Frauen, die von der Auferstehung sprachen, nicht. Erst als sie den auferstandenen Christus sahen, glaubten sie an seine Auferstehung.

Und wie sieht es heute aus?
Vor einigen Jahren habe ich in der Firmvorbereitung mit Jugendlichen über das Glaubensbekenntnis gesprochen. Ich habe das gesamte Glaubensbekenntnis in einzelne Glaubenswahrheiten unterteilt. Ihre Aufgabe war es, anzugeben, an welche Wahrheiten sie am meisten glaubten und an welche sie zweifelten oder nicht glaubten.

Es stellte sich heraus, dass die Glaubenswahrheit "Ich glaube an Gott" die meisten Stimmen erhielt. Die beiden am meisten angezweifelten waren „Er ist am dritten Tag von den Toten auferstanden“ und „Ich glaube an die Auferstehung der Toten“. Im folgenden Jahr, bei der Firmvorbereitung, war das Ergebnis identisch.

Meine lieben Freunde, wie ihr sehen könnt, ist der Glaube an die Auferstehung Christi nicht einfach und wir sollten Gott immer für dieses Geschenk danken.
Christus ist auferstanden. Wahrhaftig auferstanden.

(Pater Idczak Blazej SDB, Wien)

Impuls zum Sonntagsevangelium zu Joh 20,19-31

Die Erscheinung Jesu vor den Jüngern und der Glaube des Thomas
Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten. Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

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