Impuls am Sonntag

von P. Johannes Haas SDB zu Joh 8,1-11: Jesus und die Ehebrecherin

Was sagst du?

Jesus wird konkret nach seiner Meinung über eine Ehebrecherin gefragt. Doch eigentlich geht es nicht um sie, sondern Jesus ist es, den die Gelehrten seiner Zeit erneut auf die Probe stellen wollen. Und wie so oft handelt Jesus so ganz anders als man es erwartet.

Wie schnell habe ich mir eine Meinung gebildet und ein Urteil parat? Im ganz persönlichen Alltag – in Schule, Beruf, Familie und Freizeit – habe ich oft ein vernichtendes Bild über die Menschen und die Situationen meiner Umgebung.

Jesus begegnet einer jeden und einem jeden mit seiner Haltung der Barmherzigkeit, mit seinem Blick der Liebe, die dem ganz konkreten Menschen gelten. Er urteilt nicht nach dem starren Gesetz, sondern nimmt Maß an Gottes vergebender Zuwendung.

Was sagst du dazu?

(P. Johannes Haas SDB, Wien)

Impuls zum Sonntagsevangelium zu Joh 8,1-11

Jesus aber ging zum Ölberg. Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es. Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? Mit diesen Worten wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie das gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!

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