Impuls am Sonntag

von Sr. Regina Maier FMA zu Lk 13,1-9: Mahnung zur Umkehr

Immer wieder ergeht an uns die Einladung zur UMKEHR. Wir befinden uns bereits in der Mitte der Fastenzeit. Da tut es gut innezuhalten und dieser Frage nachzuspüren. Habe ich den Weg der Umkehr schon begonnen? Wo braucht es in meinem konkreten Leben noch UM-KEHR? Vielleicht in meinen Beziehungen, in Verhaltensweisen oder meinem Lebensstil…..? Wichtig sind da die kleinen Schritte im Alltag, die ein mehr an Lebensqualität bewirken können.

Sehr ermutigend finde ich den 2. Teil des Evangeliums – das Gleichnis des Feigenbaums bzw. den Dialog zwischen Weingärtner und Besitzer. Gott hat Geduld mit uns Menschen. Er gibt uns immer wieder eine neue Chance. Manchmal geht es uns vielleicht selbst wie diesem Feigenbaum. Irgendwie fließt die Lebenskraft nicht durch, manches fühlt sich dürr an und bleibt fruchtlos. Solche Situationen brauchen Hoffnungsmomente – Zuspruch von außen – neue Perspektiven – eine/n „Gärtner/in" der/die sich auskennt, der/die den Boden rundherum lockert, sodass Wasser und Dünger bis zu den Wurzeln vordringen können. Wachstum, Fruchtbringen geschieht in der Stille. Die Zeit des Wartens gehört einfach dazu. Ein afrikanisches Sprichwort sagt: „Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht“.

Das Gleichnis des Feigenbaums ist einerseits eine Zusage: Ich darf darauf vertrauen, dass Gott mit mir Geduld hat und mir immer wieder die Möglichkeit zum Neubeginn schenkt. Andererseits ist es eine Einladung: Auch ich darf Weingärtner/in sein, und in meinem Alltag eine „Pädagogik der Geduld“ leben und zum Wachstum beitragen.

(Sr. Regina Maier FMA, Stams)

Impuls zum Sonntagsevangelium zu Lk 13,1-9:

Zu jener Zeit kamen einige Leute und berichteten Jesus von den Galiläern, deren Blut Pilatus mit dem ihrer Opfertiere vermischt hatte. Und er antwortete ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder waren als alle anderen Galiläer, weil das mit ihnen geschehen ist? Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle genauso umkommen, wenn ihr nicht umkehrt. Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms am Schiloach erschlagen wurden - meint ihr, dass sie größere Schuld auf sich geladen hatten als alle anderen Einwohner von Jerusalem? Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle ebenso umkommen, wenn ihr nicht umkehrt. Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum gepflanzt; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine. Da sagte er zu seinem Winzer: Siehe, jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen? Der Winzer erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er in Zukunft Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen!

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