Impuls am Sonntag

von P. Siegfried M. Kettner zu Mk 10, 46-52: Die Heilung eines Blinden bei Jericho

Viele berührt diese Begegnung des blinden Bartimäus mit Jesus, die uns der Evangelist Markus überliefert hat. Grund dafür ist wahrscheinlich das sympathisch unverschämte Vertrauen des blinden Bettlers und seine Hartnäckigkeit, mit der er versucht, seinem Anliegen Nachdruck zu verleihen.

Außer Bartimäus und Jesus gibt es noch andere Mitwirkende in diesem Geschehen: die große Menschenmenge, die Jesus folgt. Sie haben nur Augen für Jesus, sehen aber den Blinden am Straßenrand nicht. Sie wollen sein Schreien nicht hören, möchten ihn lieber zum Schweigen bringen. Es ist Jesus, der auf den Schreihals hinweist und ihn zu sich bringen lässt. Und dann passiert ein Wandel. Jene, die gerade noch Verweigerer waren, werden zu Mutmachern.

Wie Jesus braucht es Menschen, die das Schreien derer hören, die Hilfe brauchen. Es braucht die Aufmerksamen, die die Not sehen, für die andere blind sind. Es braucht die Mutigen, die die am Rand Stehenden in die Mitte stellen. Es braucht Überzeugte, die mit Argumenten und noch besser durch ihr Handeln Umdenken und Wandel bei anderen bewirken können.

Bitten wir Jesus, dass du und ich solche Menschen sind.

(Pater Siegfried M. Kettner, Provinzial der Salesianer Don Boscos)

Impuls zum Sonntagsevangelium Mk 10,46-52

Die Heilung eines Blinden bei Jericho
Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß am Weg ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn: Was willst du, dass ich dir tue? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte sehen können. Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dich gerettet. Im gleichen Augenblick konnte er sehen und er folgte Jesus auf seinem Weg nach.

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