Impuls am Sonntag

von Hannes Geirhofer zu Mk 9,38-43.45.47-48: „Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.“

Zu dieser Stelle fällt mir sofort ein Erlebnis ein, welches mir in ähnlicher Weise einmal in meinen ersten Jahren in Wien passiert ist. Ich ging in einen kleinen Supermarkt und sah, wie ein junger Bursche etwas aus dem Süßigkeitenregal an der Kassa vorbeischmuggeln wollte. Bevor ich etwas sagen konnte, sprach ihn ein anderer, etwas älterer Herr an und fragte: „Was würde Jesus tun?“. Daraufhin warf der Junge das Päckchen zu Boden und eilte mit traurigem Blick davon. Da fragte ich schmunzelnd den Mann: „Und was hätte Jesus getan?“ – „Das ist mir ziemlich egal, Hauptsache ist, dass sich der Bub nicht wegen Gummibären seine Zukunft zerstört!“.

„Wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.“ - Dieser Mann war keineswegs Nachfolger Jesu. Dennoch nutzte er die Wirksamkeit seines Namens, um dem jungen Burschen vor gröberen Schwierigkeiten zu schützen. Er ließ nicht zu, dass sich der Knabe der Verführung des Bösen hingibt. Erstaunlicherweise drückt dies Jesus im zweiten Teil sehr drastisch aus. Es ist besser, verstümmelt ins Leben zu gelangen, als unversehrt in die Hölle. Bei aller Dramatik seiner Worte dürfen wir dennoch darauf vertrauen, dass er uns stets im Auge behält, sei es als Wegweiser, Beschützer oder einfach als älterer Mann in einem Supermarkt.

(Hannes Geirhofer, Jugendbildung Don Bosco Haus Wien)

Impuls zum Sonntagsevangelium Mk 9,38-43.45.47-48

Da sagte Johannes zu ihm: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt. Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen eine Machttat vollbringt, kann so leicht schlecht von mir reden. Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.

Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört - Amen, ich sage euch: Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen. Wer einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde. Wenn dir deine Hand Ärgernis gibt, dann hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer. Und wenn dir dein Fuß Ärgernis gibt, dann hau ihn ab; es ist besser für dich, lahm in das Leben zu gelangen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden. Und wenn dir dein Auge Ärgernis gibt, dann reiß es aus; es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.

 

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