Impuls am Sonntag

von P. Hans Randa zu Mk 3,20-35: Jesus und seine Angehörigen

Wir alle kennen den Vorgang der Aussaat aus der Landwirtschaft oder in anderen Zusammenhängen. Ob es sich nun um Korn oder Gemüse handelt; die Erde, in die gesät wird, ist immer die gleiche.
Das Wunder geschieht dann nach und nach. Die Erde bringt ihre Frucht hervor, allerdings nicht ohne das Zutun von uns Menschen. Wir müssen zuerst den Acker pflügen. Sonne und Regen sind aber notwendig, damit die Saat wachsen und gedeihen kann. Den Acker von Unkraut zu befreien, ist eine weitere Aufgabe des Gärtners.

So ist es oft auch mit uns Menschen. Auch wir brauchen Liebe und Zuwendung um reifen zu können.
Jesus meint natürlich mit dem Heranreifen das Kommen der Gottesherrschaft. Der Mensch kann nur warten. Gott selbst führt sein Reich herbei.

In dieser Bibelstelle aus dem Markusevangelium ist von einem Senfkorn die Rede. Es ist das kleinste von allen Samenkörnern.
Für mich heißt dies konkret, dass man niemanden – und sei er noch so „unbedeutend“ – geringschätzen darf.
In jedem Menschen steckt ein Potential, das mit viel Sorgfalt entdeckt und ans Licht gebracht werden soll.
In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen braucht es viel Einfühlungsvermögen, um sie auf das Leben vorzubereiten.
So möge es uns allen gelingen, den Inhalt dieses Evangeliums in die Tat umzusetzen und in unserem Alltag zu konkretisieren.

(P. Hans Randa SDB, Unterwaltersdorf)

Impuls zum Sonntagsevangelium Mk 3,20-35
In jener Zeit ging Jesus in ein Haus und wieder kamen so viele Menschen zusammen, dass er und die Jünger nicht einmal mehr essen konnten. Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen. Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten: Er ist von Beélzebul besessen; mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Gleichnissen: Wie kann der Satan den Satan austreiben? Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben. Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und gespalten ist, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen. Es kann aber auch keiner in das Haus des Starken eindringen und ihm den Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.
Amen, ich sage euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen; wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften. Sie hatten nämlich gesagt: Er hat einen unreinen Geist.
Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben draußen stehen und ließen ihn herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum und man sagte zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.

Zurück zur Übersicht

Um die volle Funktionalität unserer Website zu gewährleisten bzw. unser Angebot zu optimieren, setzt unsere Website Cookies. Weiterlesen …