Impuls am Sonntag

von Br. Gottfried Ebner zu Mk 4,26-34: Das Gleichnis vom Wachsen der Saat

Wir alle kennen den Vorgang der Aussaat aus der Landwirtschaft oder in anderen Zusammenhängen. Ob es sich nun um Korn oder Gemüse handelt; die Erde, in die gesät wird, ist immer die gleiche.
Das Wunder geschieht dann nach und nach. Die Erde bringt ihre Frucht hervor, allerdings nicht ohne das Zutun von uns Menschen. Wir müssen zuerst den Acker pflügen. Sonne und Regen sind aber notwendig, damit die Saat wachsen und gedeihen kann. Den Acker von Unkraut zu befreien, ist eine weitere Aufgabe des Gärtners.

So ist es oft auch mit uns Menschen. Auch wir brauchen Liebe und Zuwendung um reifen zu können.
Jesus meint natürlich mit dem Heranreifen das Kommen der Gottesherrschaft. Der Mensch kann nur warten. Gott selbst führt sein Reich herbei.

In dieser Bibelstelle aus dem Markusevangelium ist von einem Senfkorn die Rede. Es ist das kleinste von allen Samenkörnern.
Für mich heißt dies konkret, dass man niemanden – und sei er noch so „unbedeutend“ – geringschätzen darf.
In jedem Menschen steckt ein Potential, das mit viel Sorgfalt entdeckt und ans Licht gebracht werden soll.
In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen braucht es viel Einfühlungsvermögen, um sie auf das Leben vorzubereiten.
So möge es uns allen gelingen, den Inhalt dieses Evangeliums in die Tat umzusetzen und in unserem Alltag zu konkretisieren.

(Br. Gottfried Ebner SDB, Klagenfurt St. Josef)

Impuls zum Sonntagsevangelium Mk 4,26-34
Er sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie.
Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.

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