Impuls am Sonntag

von Familie Jagenbrein zu Lk 24, 35-48: "Die Bibel ist ein großer Schatz."
Foto: Brigitte Jagenbrein

Warum lasst ihr in eurem Herzen Zweifel aufkommen?
Nach dem Tod Jesu und den Berichten von seiner Auferstehung von Maria von Magdala, Petrus und Johannes sowie den Emmaus-Jüngern erscheint Jesus mehreren verängstigten Jüngern. Er sagt ihnen, was er zu Lebzeiten schon öfters zugesichert hat: „Der Friede sei mit euch!“. Trotzdem erkennen sie Jesus nicht – sie zweifeln und halten ihn für einen Geist. Er muss sich ihnen erst „leibhaftig“ zu erkennen geben.

Woran erkenne ich die Gegenwart Jesu in meinem Leben?
Wir brauchen nicht zweifeln, denn Jesus will sich uns zu erkennen geben.
Jesus öffnete den Jüngern die Augen für das Verständnis der Schrift.
Die Bibel ist ein großer Schatz um Jesus und durch ihn Gott verstehen zu lernen.
Jesus bezieht sich in seinen Aussagen über seinen Vater und sich selbst immer wieder auf die überlieferten Schriften – das „Alte Testament“. In den Evangelien, der Apostelgeschichte und den Briefen im „Neuen Testament“ sind viele Hinweise auf Gott, die uns auch heute hilfreich sein können. Wenn wir uns mit der Bibel beschäftigen, werden wir nicht gleich alles verstehen, aber wir können uns „herantasten“.

Wie oft schlage ich die Bibel (irgendwo) auf, um darin Gott besser zu erkennen?
Wir brauchen die Bibel nicht wie einen Roman durchlesen, aber so nach und nach werden wir die Bibel besser verstehen. Im Austausch mit anderen wird uns vieles deutlicher werden.

(Gerhard Jagenbrein, Pfarre Stadlau)

Impuls zum Sonntagsevangelium Lk 24,35-48

Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

Die Erscheinung Jesu in Jerusalem
Während sie noch darüber redeten, trat er selbst in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Da sagte er zu ihnen: Was seid ihr so bestürzt? Warum lasst ihr in eurem Herzen Zweifel aufkommen? Seht meine Hände und meine Füße an: Ich bin es selbst. Fasst mich doch an und begreift: Kein Geist hat Fleisch und Knochen, wie ihr es bei mir seht. Bei diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und Füße. Als sie es aber vor Freude immer noch nicht glauben konnten und sich verwunderten, sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier? Sie gaben ihm ein Stück gebratenen Fisch; er nahm es und aß es vor ihren Augen. Dann sagte er zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesprochen habe, als ich noch bei euch war: Alles muss in Erfüllung gehen, was im Gesetz des Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich geschrieben steht. Darauf öffnete er ihren Sinn für das Verständnis der Schriften. Er sagte zu ihnen: So steht es geschrieben: Der Christus wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen und in seinem Namen wird man allen Völkern Umkehr verkünden, damit ihre Sünden vergeben werden. Angefangen in Jerusalem, seid ihr Zeugen dafür.

 

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