Impuls am Sonntag

von Pater Hans Schwarzl SDB : „Mein Herr und mein Gott“

Also man kann den Thomas schon verstehen. „Wie kann denn einer von den Toten auferstehen? Da brauche ich schon handgreifliche Beweise.“ Und dass er ausspricht, was er fühlt und denkt, ist der Beginn seiner Kehrtwendung. Ich finde so schön, wie Jesus auf ihn eingeht, ihn in seinem Zweifel ernst nimmt und ihn tatsächlich seine Wunden berühren lässt. Das zwingt Thomas ihn in die Knie und er kann nur stammeln: „Mein Herr und mein Gott“. Diese Berührung war so nachhaltig, dass er sein ganzes Leben lang nicht mehr schweigen konnte, über das, was er mit Jesus erlebt hatte. Und der Glaube, dass Jesus lebt, hatte ihm bis zu seinem Tod die Kraft gegeben, für seinen Jesus das Leben zu geben.

Wir dürfen rechnen, dass Jesus auch uns in unserem Zweifeln versteht, uns auch die Gnade der Berührung schenkt und wir glauben lernen können, ohne sehen zu müssen.

(Pater Hans Schwarzl SDB, Pfarre in Amstetten Herz Jesu)

Impuls zum Sonntagsevangelium, Joh 20, 19-31

Osterabend
Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

Eine weitere Erscheinung Jesu und der Glaube des Thomas
Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.

Erster Schluss des Johannesevangeliums
Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

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