Impuls am Sonntag

von P. Simplice Tchoungang Joh 12, 12-16: Palmsonntag, Beginn der heiligen Woche.

Es ist schön, trotz Höhen und Tiefen der Coronazeit, feiern zu dürfen. Ein Fest ist prinzipiell eine Versammlung, eine Versammlung in der Menschen etwas Besonderes teilen. Zeit, Ort und Grund der Versammlung unterscheiden sich je nach Zeichen, Symbolen und Bedeutung.

Palmsonntag steht vor der Tür, er ist sogar schon da. Nach einer langen Zeit des Fastens, des Gebetes und der Werke der Liebe, erwischen wir die Endkurve, die uns zu Ostern führt.
Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche, die Heilige Woche. Jesus zieht in Jerusalem wie ein König ein, mitten unter Jubeln und Zeichen der Hoffnung.

Hier ist einer, der im Namen des Herrn kommt. Nicht in seinem eigenen Namen, sondern im Namen dessen, der ihn gesandt hat. Der lange erwartete Bote ist angekommen. Er bringt die „Gute Nachricht“ mit.
Es ist gut sich daran zu erinnern, dass das Volk Gottes leidet unter der Unterdrückung der Römer, die ihr Land erobert haben. Das Volk träumt von einer Befreiung, wie in den Tagen von Moses, Samson und David. Das waren spektakuläre Ereignisse in der Geschichte Israels. Und wenn der verheißene Messias noch mächtiger ist, möchte das Volk ihn schon als König empfangen. Er zieht ein in Jerusalem, die Stadt Davids, wie ein König, der zurückkehrt, um Ordnung zurück zu bringen und das was seins ist, zurück zu nehmen.

Die Symbole und Zeichen dieses Festes zeigen schon deutlich welche Art von König Jesus ist.
Er kommt nicht zu Fuß, sondern auf einem Esel. Mit dem Esel, möchte Jesus uns deutlich machen, dass er kein König des Krieges ist. Er kommt nicht auf einem Pferd, sondern auf einem Esel wie ein einfacher Mensch. Er kommt als König des Friedens.

Er kommt mitten unter Jubeln: „Hoch gelobt sei der da kommt im Namen des Herrn…“ Die Willkommensworte sind deutlich: Er kommt im Namen des Herrn. Er ist von Gott gesandt worden. Er kommt nicht, um in seinem Namen zu erobern, sondern im Namen Gottes zu befreien.
Das Volk, zumindest die die ihn empfangen, breiten ihre Kleider auf dem Weg aus. Ein Zeichen der Unterwerfung. Sie verlassen sich auf den König, der im Namen Gottes gekommen ist, um sie zu befreien.

Die Palmen, von denen das Fest ihr Namen bekommen hat, sind ein Symbol des Festes, der Anerkennung, der Macht und der Majestät, dessen Ankunft gefeiert wird. Palmen wurden damals als heilige Bäume verehrt. Sie waren das Symbol der Götter und Könige. Später wurden sie als Symbol des Sieges verwendet.
Mit dem Palmsonntag zieht Jesus in Jerusalem als Gott ein, der selber die Frohe Botschaft ist, als König, der die seinen befreit und als Sieger, der durch sein Leiden, Tot und Auferstehung die Menschheit mit seinem Vater versöhnt. Das ist auch der Grund warum wir den Palmsonntag auch als Passionssonntag feiern, denn mit dem Palmsonntag erleben wir schon den langen Weg Jesu, der uns zum kulminierenden Punkt des Christlichen Glaubens führt: Ostern.

Da können wir laut jubeln und singen: Halleluja!!! Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit.

(Pater Simplice Tchoungang, Unterwaltersdorf)

Impuls zum Sonntagsevangelium, Joh 12,12-16

Jesu Einzug in Jerusalem
Am Tag darauf hörte die große Volksmenge, die sich zum Fest eingefunden hatte, Jesus komme nach Jerusalem. Da nahmen sie Palmzweige, zogen hinaus, um ihn zu empfangen, und riefen: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels! Jesus fand einen jungen Esel und setzte sich darauf - wie es in der Schrift heißt: Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt; er sitzt auf dem Fohlen einer Eselin. Das alles verstanden seine Jünger zunächst nicht; als Jesus aber verherrlicht war, da wurde ihnen bewusst, dass es so über ihn geschrieben stand und dass man so an ihm gehandelt hatte.

Zurück zur Übersicht

Um die volle Funktionalität unserer Website zu gewährleisten bzw. unser Angebot zu optimieren, setzt unsere Website Cookies. Weiterlesen …