Impuls am Sonntag

von Michal Klucka SDB Evangelium Mk 1,14-20: "Jesus ruft dich und mich, damit wir unsere Fähigkeiten zur Verfügung stellen."

Nach der Begegnung Jesu mit Johannes dem Täufer, Jesu Taufe und seiner Versuchung verkündete er das Reich Gottes. An dieser Stelle zu Beginn des Evangeliums nach Markus spricht Jesus jeden von uns an!

Für unser technisch dominiertes Verständnis der Zeit klingt die Behauptung, die Zeit wäre erfüllt, sehr befremdlich. Wir alle nehmen gerade eine Anspannung wahr. Unabhängig davon, wie man sich die Erfüllung vorstellt, scheint diese doch sehr fern zu sein. Die biblische Zeit meint aber nicht nur ein zeitliches Nacheinander von Ereignissen und die Erfüllung nicht das Ergebnis.

Sie birgt unter anderem eine Öffnung. Jesus eröffnet in seinem Tun immer wieder Räume und Möglichkeiten. In der Perikope vom 3. Sonntag im Jahreskreis spricht er die einfachen Fischer aus Galiläa und ihre Fähigkeiten an. Jesus stellt ihre Welt auf den Kopf: Aus den Fischern werden Menschenfischer. Du glaubst, deine Fähigkeiten können nichts verändern?

Jesus ruft dich und mich, damit wir unsere Fähigkeiten zur Verfügung stellen, um sie zu verwandeln. Egal ob du scheinbar große Dinge schaffen kannst oder „nur“ anderen zuhörst, sie durch einen Witz aufmunterst oder zum Lachen bringst. Wenn du deine Fähigkeiten dem Vorbild der Jünger Jesu entsprechend für andere einsetzt, wird das Reich Gottes sichtbar und so die Zeit erfüllt.

(Michal Klučka SDB)

Impuls zum Sonntagsevangelium, Mk 1,14-20

Nachdem aber Johannes überantwortet wurde, kam Jesus nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Die Berufung der ersten Jünger
Als er aber am Galiläischen Meer entlangging, sah er Simon und Andreas, Simons Bruder, wie sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer. Und Jesus sprach zu ihnen: Kommt, folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen! Und sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach. Und als er ein wenig weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, wie sie im Boot die Netze flickten. Und sogleich rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus im Boot mit den Tagelöhnern und gingen fort, ihm nach.

Zurück zur Übersicht

Um die volle Funktionalität unserer Website zu gewährleisten bzw. unser Angebot zu optimieren, setzt unsere Website Cookies. Weiterlesen …