Impuls am Sonntag

von Sr. Bernadeth Geiger, Evangelium Joh 1,6–8.19–28: „Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht.“

„Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht.“

Der Inhalt des heutigen Sonntagsevangeliums ist vielleicht schnell zusammengefasst. Es geht um Johannes – um Johannes dem Täufer und seiner Berufung, als Zeuge für Jesu Ankunft aufzutreten, zu taufen und zur Umkehr aufzurufen. PUNKT. Damit ist doch alles gesagt, oder nicht?

Johannes der Täufer lädt uns ein über die eigene Berufung nachzudenken, über meine ganz persönliche Antwort auf die Frage der Leute: Wer bist du, was sagst du über dich selbst?
Mit der Antwort auf diese Frage bringt Johannes noch jemanden mit ins Spiel, nämlich Jesus. Damit erfüllt Johannes seine Aufgabe als Zeuge, er bekennt und bezeugt diesen Jesus, weist auf in hin mit seiner ganzen Person, durch sein Reden, Handeln und Tun.

Zu guter Letzt spricht das Evangelium auch von UNS. Wie Johannes sind wir Zeuginnen und Zeugen. „Ihr werdet meine Zeugen sein (..) bis an die Grenzen der Erde“, so lautete im Johannesevangelium Jesu Auftrag an uns alle.
„Mitten unter euch steht der, den ihr nicht kennt“, bezeugt Johannes. Gott ist da, er ist mitten unter uns. Dieses Zeugnis braucht die Welt, damals wie heute.

Welche Botschaft von einem menschenfreundlichen, uns zugewandten Gott habe ich vom Evangelium verstanden und kann dafür hier und heute Zeugin, Zeuge sein für die Welt? Christ sein ist Berufung zum Zeugnis für einen menschenfreundlichen Gott „mitten unter uns“. In diesem Sinne können wir uns am heutigen Sonntag gegenseitig das „Gaudete – Freuet euch“ auf das Kommen dieses Gottes zusagen.

(Sr. Bernadeth Geiger FMA)

Impuls am ersten Adventsonntag, Evangelium Joh 1,6-8.19-28:

Ein Mensch trat auf, von Gott gesandt; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht.
Das Zeugnis des Täufers
Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden von Jerusalem aus Priester und Leviten zu ihm sandten mit der Frage: Wer bist du? Er bekannte und leugnete nicht; er bekannte: Ich bin nicht der Christus. Sie fragten ihn: Was dann? Bist du Elija? Und er sagte: Ich bin es nicht. Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein. Da sagten sie zu ihm: Wer bist du? Wir müssen denen, die uns gesandt haben, Antwort geben. Was sagst du über dich selbst? Er sagte: Ich bin die Stimme eines Rufers in der Wüste: Ebnet den Weg für den Herrn!, wie der Prophet Jesaja gesagt hat. Die Abgesandten gehörten zu den Pharisäern. Sie fragten Johannes und sagten zu ihm: Warum taufst du dann, wenn du nicht der Christus bist, nicht Elija und nicht der Prophet? Johannes antwortete ihnen: Ich taufe mit Wasser. Mitten unter euch steht einer, den ihr nicht kennt, der nach mir kommt; ich bin nicht würdig, ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. Dies geschah in Betanien, jenseits des Jordan, wo Johannes taufte.

Zurück zur Übersicht

Um die volle Funktionalität unserer Website zu gewährleisten bzw. unser Angebot zu optimieren, setzt unsere Website Cookies. Weiterlesen …