"Ich will heilig werden"

Michal Klučka SDB erzählt über seinen Berufungsweg

Michal Klučka SDB begleitet seit Herbst das Programm „Feierabend“ für junge Erwachsene. Im Begegnungs- und Informationszentrum der Ordensgemeinschaften Österreich „Quo vadis?“ berichtet er im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe über seinen Berufungsweg:

"Ich will heilig werden“, begann er zu erzählen. Als Jugendlicher hätte Michal Klučka nie gedacht, dass dies einmal sein Lebensmotto sein würde. Der junge Salesianer ist am 1. August 1985 in der Slowakei geboren. Als er zwölf Jahre alt war, ist er mit seiner Mutter nach Wien gezogen. Dort besuchte er die tschechische Schule Komensky und lernte den Salesianerpater Jan Horak kennen. Dieser lud ihn zunächst zur Skiwoche, dann zum Treffen des Don Bosco-Clubs und schließlich zum Gottesdienst ein. „Ich spürte, dass dahinter etwas Gutes war. Persönlich angesprochen hatte es mich bis dahin aber nicht“, so Michal Klučka.

Das änderte sich im Sommer des Jahres 2000, als er in der Slowakei ein Englisch-Camp besuchte. Baptisten aus den USA unterrichteten Kinder und Jugendliche in englischer Sprache und erzählten ihnen von Jesus. Das erste Mal begegnete er dort Menschen, die von Jesus begeistert waren. Zurück in Wien hat Michal Klučka sich immer mehr in der tschechischen Gemeinde engagiert. „Ich konnte mich musikalisch einbringen, für Kinder und Jugendliche da sein. Die wohlwollende Atmosphäre hat mich förmlich angezogen“, erklärt er weiter. Mit 18 Jahren hat sich Michal Klučka entschieden die Taufe zu empfangen. Noch ahnte er nicht, dass der Weg mit Jesus so besonders werden würde.
Nach der Matura studierte der Salesianer Elektrotechnik und engagierte sich noch mehr in der tschechischen Gemeinde. Die Highlights waren für ihn die Sommerlager. Dort lernte er den salesianischen Geist sehr intensiv kennen. Er war geprägt von Gemeinschaft, Fröhlichkeit und Dank. Das Gebet war allgegenwärtig.

Fröhlich und radikal
Das Elektrotechnikstudium interessierte Michal Klučka immer weniger. Der Studienwechsel stürzte ihn in eine große Lebenskrise. „An dieser Weggabelung spürte ich den Wunsch in einer radikalen Form für andere leben zu wollen“, beschreibt der Salesianer seinen Berufungsweg. Er nahm das Lehramtsstudium katholische Religion und Mathematik auf. Das Studium habe ihm geholfen, seinen Glauben an einen liebenden Gott zu festigen.

Pater Jan Horák SDB war für seine Berufung entscheidend, weil er eine unbedingte Hingabe an die jungen Menschen vorlebte. Seine Predigten begann Pater Jan immer mit den Worten: „Ihr seid super!“
„Mag dieser Spruch so banal oder vielleicht aufgesetzt klingen. Er transportierte für mich eine klare Botschaft! Du bist geliebt so wie du bist, egal wie viel Mist du baust. Sei fröhlich, tu Gutes und lass die Spatzen pfeifen. So kannst auch du heilig werden“, so Michal Klučka. Auch seine Mutter war ein großes Vorbild. „Weil sie als Alleinerziehende alles für mich getan hat, damit ich glücklich werde“, dankt der junge Salesianer, der in Wien in der Ausbildungsgemeinschaft lebt.

(red)

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