Herzlichen Glückwunsch zum 80er

Erzbischof Alois Kothgasser - ein erfülltes Leben mit Don Bosco.
Erzbischof emeritus Kothgasser mit seinen Mitbrüdern Bischof emeritus Schwarz und Provinzial Pater Obermüller

Der emeritierte Erzbischof Alois Kothgasser SDB begeht am 29. Mai seinen 80. Geburtstag. Kothgasser stand von 2003 bis Ende 2013 als "Primas germaniae" an der Spitze der Erzdiözese Salzburg und leitete zuvor seit 1997 die Diözese Innsbruck. Der Geburtstag wird mit einem Festgottesdienst am 28. Mai um 15 Uhr im Salzburger Dom gefeiert. Hauptzelebrant ist Kothgassers Nachfolger in Salzburg, Erzbischof Franz Lackner, die Festpredigt kommt vom emeritierten Erfurter Bischof Joachim Wanke. Auch die Salesianer sind unter den Gratulanten: Provinzial Pater Petrus Obermüller wird in Salzburg mit dabei sein.

Vor bald 20 Jahren - am 10. Oktober 1997 - ernannte Papst Johannes Paul II Kothgasser zum Diözesanbischof von Innsbruck, die Weihe folgte am 23. November. Genau fünf Jahre später wählte ihn das Dom- und Metropolitankapitel zu Salzburg aus dem von Rom vorgelegten Dreiervorschlag zum neuen Erzbischof. Die Bestätigung des Papstes erfolgte am 27. November, die Amtsübernahme am 10. Jänner 2003 und die feierliche Amtseinführung am 19. Jänner dieses Jahres. Sein Wahlspruch lautete: "Veritatem facientes in Charitate" (Die Wahrheit in Liebe tun).

In der österreichischen Bischofskonferenz galt Kothgasser als Mann des Miteinanders und der Versöhnung. Er war hier zuständig für die Bereiche Liturgie, Priesterseminare, Theologische Fakultäten und Hochschulen sowie auch für die Laientheologen, gehörte der Glaubens- und Finanzkommission an und vertrat die österreichische Kirche in der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz und bei den Theologengesprächen in Mainz. Im Rat der Europäischen Bischofskonferenzen CCEE war Kothgasser Referatsbischof für Berufungspastoral, zudem gehörte er auch der Gottesdienstkongregation an der Römischen Kurie an.

Wissenschaft, Ostkirchen, Lebensschutz

Die Erzdiözese Salzburg beschreibt ihren früheren Oberhirten als "tief verbunden mit Gott und den ihm anvertrauten Menschen". Kothgasser sei in den Visitationen, Besuchen in Pfarren, Schulen und Unternehmen stets guter Zuhörer gewesen. Auf seine Initiative entstand die Begegnungswoche "Offener Himmel", das "Haus für Mutter und Kind" für Schwangere in Not im Salzburger Kolpinghaus sowie die 2006 in den Salzburger Pfarren gestartete jährliche "Woche für das Leben", zumal dem Erzbischof das Thema Lebensschutz sehr am Herzen lag. Schwerpunkt war für ihn auch die Förderung des Dialogs mit der Wissenschaft und mit anderen Religionen, was sich etwa in seinem Mitwirken an der Neustrukturierung des Internationalen Forschungszentrums Salzburg (ifz) 2009 zeigte.

Bekannt war und ist Kothgasser weiter für seinen langen Einsatz für die Beziehungen der Katholischen Kirche zu den Ostkirchen, im Rahmen derer er u.a. Patriarch Bartholomaios I. in Istanbul, dem russisch-orthodoxen Patriarchen Aleksij II. in Moskau sowie Vertretern der bulgarischen Orthodoxie begegnet war, jährlich zu einem Ökumenischen Empfang lud und sich für Stipendiaten aus den Ostkirchen einsetzte. Die Stiftung "Pro Oriente" 2015 ernannte Kothgasser 2015 zum Ehrenmitglied, in Anerkennung auch seines Engagements als Generalpräsident des Päpstlichen Werkes der Kongregation für die Ostkirchen (Catholica Unio Internationalis), das bis 2016 andauerte. Bis Jänner 2017 war der Erzbischof zudem Großprior der österreichischen Statthalterei der Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

Zu den vielen Auszeichnungen Kothgassers zählen u.a. mehrere Ehrenbürgerschaften und Ehrenpreise von Städten und Gemeinden, das Ehrenzeichen des Landes Tirol, das große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark mit dem Stern sowie das Großkreuz des Ehrenzeichens des Landes Salzburg. Der Erzbischof-Rohracher-Studienfonds verlieh ihm den Ehrenpreis und der Grabesritterorden die "Palme von Jerusalem in Gold". Manche Ehrungen nahm er nicht an - wie etwa 2007 durch das Land Salzburg, aus Protest gegen die damalige Landeschefin Gabi Burgstaller, die zuvor Abtreibungen im St. Johanns-Landeskrankenhaus ermöglicht hatte.

Der volksnahe Professor und Erzbischof

Alois Kothgasser wurde 1937 in St. Stefan im Rosental/Steiermark geboren. Mit 15 Jahren kam er in das Aufbaugymnasium der Salesianer in Unterwaltersdorf und legte 1955 seine Erste Ordensprofess ab. Er studierte in Unterwaltersdorf, Klagenfurt und Turin, wo er am 1964 zum Priester geweiht wurde.

Alois Kothgasser promovierte 1968 in Rom zum Doktor der Theologie und war Professor für Dogmatik an der Päpstlichen Salesianeruniversität (PTH)in Rom, von 1982–1988 Rektor. Außerdem lehrte er an der Salesianerhochschule in Benediktbeuern, wo er ebenfalls viele Jahre Rektor war.

1997 wurde Kothgasser zum Bischof der Diözese Innsbruck ernannt. 2003 folgte der Ruf zum Erzbischof von Salzburg. Mittlerweile emeritiert, lebt Erzbischof Kothgasser im Haus der Don Bosco Schwestern in Baumkirchen. Als "Aushilfspriester" ist er auch weiterhin in Salzburger und Tiroler Pfarren seelsorglich aktiv.

Er ist eine stark von der Spiritualität Don Boscos geprägte Persönlichkeit. Einfachheit, Klarheit und Volksnähe zeichnen ihn aus.

Eines von Kothgassers jüngsten Projekten war die insgesamt zehnjährige Mitarbeit an der neuen katholischen Einheitsübersetzung der Bibel für deren "zeitgemäße Überarbeitung". Kothgasser war auch der in Österreich zuständige Bischof für die Erstellung des neuen Gesang- und Gebetbuches "Gotteslob".

(presse don bosco/KAP)

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