Heiliger Franz von Sales

Der liebenswürdige Bischof von Genf was Don Boscos Vorbild.

Franz von Sales wurde am 21. August 1567 in Frankreich auf Schloss Sales bei Thorens in Savoyen als erstes von 13 Kindern geboren. Nach seiner Schulausbildung studierte er in Paris und Padua.

Gegen den Wunsch seines Vaters entschied er sich, die kirchliche Laufbahn einzuschlagen. Als Priester und ab 1602 als Bischof widmete sich Franz von Sales der katholischen Mission in Chablais, dem calvinistisch gewordenen Teil der Diözese Genf.

Staune über Gottes Güte
Große Anliegen waren ihm der Religionsunterricht für Kinder und die Bildung der Erwachsene. Um den katholischen Glauben zu verbreiten, benützte er mit Erfolg das damals neueste Medium: das Flugblatt. Besonders wichtig war für ihn die geistliche Begleitung. 20.000 Briefe schrieb der Seelsorger!

1604 begegnete Franz von Sales der verwitweten Baronin von Chantal, Johanna Franziska Frémyot. Gemeinsam gründeten sie die Ordensgemeinschaft der Schwestern von der Heimsuchung Mariens, heute Salesianerinnen genannt.

1609 schrieb Franz von Sales die „Philothea“, in der erklärt wird, wie Menschen ihr Christsein im Alltag leben können. 1616 schrieb er sein theologisches Hauptwerk „Theotimus“, eine Abhandlung über die Gottesliebe, durch das er zu einem der bedeutendsten christlichen Mystiker wurde.

Am 28. Dezember 1622 starb Franz. 1665 wurde er heiliggesprochen und 1877 zum Kirchenlehrer erhoben. 1923 wurde er durch Papst Pius XI. zum Patron der Schriftsteller und Journalisten sowie der Taubstummen und Gehörlosen bestimmt.

Pfarrkirche St. Sigismund in Strobl: Franz von Sales in seiner Studierstube. Foto: Wolfgang Sauber

Franz von Sales war in seinem Leben, Denken und Handeln zutiefst beseelt von der Gewissheit: „Gott ist die Liebe“ (1 Joh 4,8). In politisch und religiös unruhigen Zeiten lebte er seine religiöse Überzeugung mit Optimismus und Freude und gab damit vielen Menschen Sicherheit in ihrem Glaubensleben.

Mit der Kraft des Lächelns

Der menschenfreundliche, weltoffene und lebensbejahende Glaube des Franz von Sales, sein unkompliziertes Zugehen vor allem auf Kinder und Jugendliche, seine positive Akzeptanz der Menschen mit allen ihren Schwächen und Fehlern beeindruckte Don Bosco im 19. Jahrhundert. Er benannte die Gemeinschaft der Salesianer nach dem Heiligen. Von ihm übernahm Don Bosco die Idee des christlichen Humanismus und den Ordensspruch "Gib mir Seelen, alles andere nimm."

Was könnte der genialen Flugschriften-Idee des Franz von Sales entsprechen? Eine Mail oder Karte, die wir einem Menschen schreiben, der uns am Herzen liegt? Eine SMS oder WhatsApp-Nachricht, die einem Menschen sagt, dass jemand an ihn denkt. Und was könnte seiner lächelnden, menschenfreundlichen Grundhaltung zum Leben entsprechen? Haben wir ein wenig Geduld in der Warteschlange oder ein Lächeln für jemanden!

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