Unruhe im Heiligen Land

Grenzvorfall und Friedhofsschändung bei den Salesianern.

Israelische Grenzpolizisten haben Sonntagfrüh eine internationale Gruppe katholischer Bischöfe an einem Besuch im Westjordanland gehindert. Das Cremisan-Tal bei Beit Dschalla sei militärische Sperrzone, hieß es zur Begründung. Der Besuch ist Teil des "Internationalen Bischofstreffens zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land", zu dem sich bis Donnerstag Vertreter von Bischofskonferenzen aus 17 Ländern im Heiligen Land aufhalten.

Im vergangenen Sommer hatten Bauarbeiten an einem Teilstück der umstrittenen israelischen Sperrmauer auf privatem palästinensischem Gebiet bei Beit Dschalla begonnen, nachdem Israels Oberstes Gericht den Bau gestattet hatte. Das Gericht korrigierte damit ein eigenes Urteil von April. Von der Sperranlage betroffen sind neben 58 christlichen Familien zwei Klöster und eine Schule der Salesianer.

Im Dezember ist es außerdem zu einem Vandalenakt gekommen. Es wurden dutzende Kreuze auf dem Friedhof der Salesianer bei Bet Schemesch südwestlich von Jerusalem von unbekannten Tätern zerstört. Das Haus wurde bereits wiederholt Ziel von Vandalismus. Zuletzt war im März 2014 das Gebäude mit antichristlichen Graffiti beschmiert worden.

Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem hat die Schändung verurteilt und die Polizei sowie zuständige israelische Behörden zu schneller Aufklärung aufgefordert. In einer Stellungnahme heißt es, man hoffe darauf, dass die Anstrengungen zur Bildung aller Bürger des Landes zu gegenseitigem Respekt verstärkt würden.

(KAP)

Zurück zur Übersicht

Um die volle Funktionalität unserer Website zu gewährleisten bzw. unser Angebot zu optimieren, setzt unsere Website Cookies. Weiterlesen …